Büro gestohlene Gemälde Kunstdiebe stehlen Gerhard Schröder
27.05.2022, 12:08
Für Gerhard Schröder lief es nicht gut. Durch sein Russland-Engagement ist er in der eigenen Partei in Verruf geraten, der Bundestag hat dem Altkanzler kürzlich einige Privilegien entzogen. Nun ist auch bekannt: Drei Gemälde in seinem Besitz sind verschwunden.
Altkanzler Gerhard Schröder ist offenbar Opfer von Kunstdieben geworden. Der Bundestag bestätigte einen Bericht des Stern, Schröder habe am vergangenen Montag Strafanzeige erstattet, weil drei Kader vom Flur vor seinem Büro in einem Parlamentsgebäude verschwunden seien. Dabei soll es sich um zwei Holzdrucke des Malers und Grafikers Uwe Bremer und um eine Grafik eines namentlich nicht genannten chinesischen Künstlers handeln.
Schröders Büro befindet sich im Otto-Wels-Haus, wenige hundert Meter vom Reichstagsgebäude entfernt, Unter den Linden. Laut dem „Stern“-Bericht hingen die Kunstwerke 16 Jahre lang im öffentlich zugänglichen Bereich des Gebäudes. Über den Wert wurden keine Angaben gemacht.
Außerdem berichtet der „Stern“ von Mitarbeitern des ehemaligen Rektors, die zuletzt über eine stressige Arbeitssituation klagten. Boulevardreporter betraten unangemeldet das Büro und filmten. Zudem sei laut dem Artikel wiederholt ins Essen der Mitarbeiter gebissen und Schilder entfernt worden.
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat Schröder in der vergangenen Woche einige Privilegien als Altkanzler entzogen und die Schließung seines Büros beschlossen. Allein im vergangenen Jahr kamen mehr als 400.000 Euro für Personalkosten aus den Staatskassen. Der ehemalige Rektor hat jedoch weiterhin Anspruch auf Pension und Personenschutz.