Robert Lewandowski will die vielleicht letzten Tage seiner achtjährigen Karriere beim FC Bayern ohne größere Störungen absolvieren. Am Mittwoch war einer der ersten Bayern-Stars auf das Münchner Vereinsgelände gefahren, um das Training der Mannschaft nach Anweisung der Vereinsbosse zu absolvieren. Während der Fahrt soll sich der Weltfußballer nicht sehr professionell verhalten haben.
Um 10.31 Uhr war es dann soweit: Robert Lewandowski betrat mit seinen Teamkollegen das Trainingslager an der Säbener Straße. Sehr glücklich wirkte der Torschützenkönig allerdings nicht, wie erste Videoaufnahmen zeigten.
In den vergangenen Wochen wurde immer wieder darüber spekuliert, dass der Weltfußballer den Trainingsbetrieb des deutschen Meisters treffen könnte, um seinen Abgang zu erzwingen.
Jetzt ist endgültig klar: Dazu ist es nicht gekommen. Nachdem Lewandowski am Dienstag pünktlich zu den obligatorischen sportmedizinischen Untersuchungen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und im Vereinsheim des FC Bayern erschienen war, fuhr er auch aus den Sommerferien zum Training der Profis.
Die erste Trainingseinheit war für 22:00 Uhr angesetzt. Nach einer internen Diskussion des Teams ging es knapp 30 Minuten später auf den Rasen.
Auftritt aus im Training
Laut “Bild” soll sich Lewandowski aber nicht besonders professionell verhalten haben. Das Boulevardblatt spricht sogar von einer “Null-Geld-Haltung”.
Folglich begann der 33-Jährige alle Übungen zuletzt. Lewandowski vollendete es dann mit “hängenden Schultern”. Laut Zusatzbericht sprach der Bayern-Star kaum mit seinen Mitspielern. Nur Leon Goretzka soll häufig mit Lewandowski gesprochen haben.
Mit Trainer Julian Nagelsmann habe es jedoch keinen Kontakt auf dem Platz gegeben, heißt es. Als der 34-Jährige im Mannschaftskreis eine Rede hielt, habe der wechselwillige Mittelstürmer demonstrativ weggeschaut und sich gestreckt, schreibt „Bild“.
Im Schlussspiel kam Lewandowski oft nicht gut mit dem Ball zurecht, bei Niederlagen seiner Mannschaft mussten alle Stars Liegestütze machen. Der polnische Nationalspieler akzeptierte dies nicht und nahm lieber etwas zu trinken.
Lewandowski drängt auf eine schnelle Lösung
Wie viele Trainingstage für Lewandowski beim FC Bayern folgen, ist am Mittwoch noch völlig offen.
Wie „Sport1“ berichtet, endet der Waffenstillstand zwischen dem Rekordmeister und seinem wechselbereiten Superstar spätestens am kommenden Montag, wenn der Transferpoker noch nicht entschieden ist. Damals startete der FC Bayern seine einwöchige Reise in die USA.
Lewandowski soll bereits ausgeschlossen haben, Teil des Reisekonvois zu sein. Die offizielle Vorstellung der Mannschaft für die neue Saison findet am Samstag zwei Tage zuvor in der Allianz Arena statt. Auch der 33-Jährige will nicht dabei sein.
Lewandowski mit Bestnoten bei den Leistungstests des FC Bayern
Medienberichten zufolge fordert der Rekordmeister mindestens 50 Millionen Euro als feste Ablösesumme und weitere Bonuszahlungen, um überhaupt ernsthaft über einen Verkauf des 33-Jährigen an den FC Barcelona nachzudenken.
Die Katalanen hatten in den vergangenen Tagen bereits konkrete Angebote für den polnischen Superstar gemacht, waren bei den Münchnern aber leer ausgegangen.
Kurzfristig soll Lewandowski mit den hervorragenden Gesundheits- und Fitnesswerten, die er am Dienstag beim Leistungstest mit Cheftrainer Julian Nagelsmann im Mannschaftstraining präsentierte, auf das Spielfeld zurückkehren.