Profi-Kicker Matthijs von Ligt will zum FC Bayern. Bild: picture alliance / PRO SHOTS | Toon-Doppeln
Erreichen Juventus Turin und der FC Bayern eine Einigung beim Transferpoker um Innenverteidiger Matthijs de Ligt? Laut italienischen Medien könnten zumindest entscheidende Entwicklungen in den Verhandlungen zwischen den Klubs anstehen. Denn: Ligts’ Beraterin Rafaela Pimenta ist seit Freitag in Turin, um Juve von einem Transfer zu überzeugen.
De Ligts Berater bekennt sich zum FC Bayern
Medienberichten zufolge will der Defensivspieler die Serie A verlassen. Dass der FC Bayern ganz oben auf der Favoritenliste des Spielers steht, belegt auch die Absage anderer Klubs. Tatsächlich soll sein Berater die Gespräche mit Chelsea und Manchester United um den deutschen Rekordmeister ausgesetzt haben. Obwohl es ein klares Interesse seitens der Vereine gab.
Daher ist ein Wechsel zum FC Bayern durchaus realistisch. Vor allem, weil de Ligt offensichtlich an die Isar wechseln will.
Matthijs de Ligt will Serie A verlassen. Bild: Photographic Alliance / Images DeFodi | Perry vd Leuvert / NESimages
Wie die Turiner Zeitung „Tuttosport“ am Samstag berichtete, werden die Köpfe des deutschen Rekordmeisters am Montag in Italien erwartet. Zuvor sollte der 22-jährige Niederländer aus seinem Urlaub zurückkehren.
Der Berater von de Ligt will sich laut „Bild“ vor allem für den Transfer der Bayern einsetzen. Rafaela Pimenta übernahm die Agentur von der im April verstorbenen Mino Raiola und mit ihr von Ligt, die nur eine von vielen namhaften Kunden ist. Er will den Juve-Bossen am Wochenende klarmachen, dass de Ligt nur an Gesprächen mit den Bayern interessiert ist.
Offenbar soll Geld kein Problem für einen möglichen Transfer sein
De Ligts Vertrag bei Juve wird bis 2024 verlängert, eine Aufkündigungsklausel macht einen möglichen Transfer aber möglich: Für eine Ablösesumme von 120 Millionen Euro kann er Juventus vorzeitig verlassen. Eine Summe, die für den FC Bayern auch aufgrund der finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie über jeden Zweifel erhaben ist.
Spannend ist, dass Juve mit einer Ablösesumme von 34 Millionen Euro Gewinn macht. Das will zumindest der Fußball-Podcast „Bayern Insider“ verraten.
Laut „Tuttosport“ ist der FC Bayern bereit, sein Angebot aufzustocken: Zuletzt war von 75 bis 90 Millionen Euro die Rede, die die Münchner zahlen würden. Weder der FC Bayern noch Juventus haben sich bisher zu den Berichten geäußert.
Juve sucht nach einem geeigneten Ersatz
Die „Gazzetta dello Sport“ schrieb am Samstag, Juve gehe es nicht nur ums Geld. Die Norditaliener wollen ihre Innenverteidigung nur aufgeben, wenn sie eine ordentliche Entlastung bekommen.
Ein Transfer von Kalidou Koulibaly zu Juve könnte den Transfer von Ligt an die Isar ermöglichen.Bild: picture alliance / Sportphoto24 / Marco Canoniero | Marco Canoniero
Der Serie-A-Rekordmeister, der am Freitag den Argentinier Angel Di Maria verpflichtete und kurz vor der Vertragsunterzeichnung beim amtierenden französischen Weltmeister Paul Pogba steht, versucht vor allem Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel zu holen.
(mit dpa-Material)
Die Bayern kämpfen weiter um einen Wechsel von Lewandowski zum FC Barcelona. Vorerst bleibt der Verein unnachgiebig bei seinem „Nein“, Poker um den Stürmer zu transkerren. Das Problem: Scheinbar hält der Rekordmeister keinen der möglichen Nachfolger für gleichwertig. Selbst Fußballer, die sie noch vor einigen Jahren geküsst hätten, haben bekanntlich keine Chance.