Die Regierung plant ein zusätzliches Paket gegen die Inflation. Weißt du, was kommt?
Ich kann nichts Konkretes sagen. Wir sprechen ständig mit der Regierung über die vielen verfügbaren Optionen. Derzeit liegen 125 Seiten mit Vorschlägen auf dem Tisch der Inflationskommission.
Was wäre sinnvoll?
Genauigkeit ist sehr wichtig, wenn gesellschaftspolitisch Abhilfe geschaffen werden soll, nicht Bewässerung, sondern spezielle Hilfen für Haushalte, die sie wirklich brauchen. Die zweite Prämisse wäre, nicht ständig neue Instrumente zu erfinden, sondern bekannte zu nutzen und ggf. zu steigern, etwa die Anpassung der Lebenshaltungskosten. Und ich persönlich möchte, dass die aktuelle Krise zum Anlass genommen wird, etwas in der Finanzstrukturpolitik zu tun. Stichwort: das Fortschreiten der Erkältung aufheben oder zumindest verlangsamen. Das würde die Menschen sauberer machen und langfristig zu einem gerechteren Steuersystem führen.
Begünstigt das Ende der Kaltprogression nicht das Hoch, während die Inflation besonders das Tief beeinflusst?
Eine davon ist die Sozialhilfe für diejenigen, die sie wirklich brauchen. Man könnte fragen, ob eine Anpassung der Sozialtransfers an die Lebenshaltungskosten sinnvoll wäre. Bei kalter Progression müsste eine Art Automatismus wie in Deutschland, der Schweiz oder Schweden erreicht werden, damit Politiker nicht immer kurz vor der Wahl mit einer großen Steuerreform reagieren, die vor allem die eigene Klientel berücksichtigt . . . Das würde das System fairer und transparenter machen. Zudem wäre der Effekt der relativen Entlastung in der mittleren Einkommensschicht größer und nicht, wie oft behauptet, in der oberen Einkommensschicht.