Feldkirch schränkt Kinderbetreuung ein

4.07.2022 14:01 (Akt. 4.07.2022 17:31)

Ab Herbst: eingeschränkte Öffnungszeiten der Kitas in den städtischen Einrichtungen Feldkirch. © VOL.AT / Lerch, Canva

Der große Mangel an ausgebildeten Lehrkräften in Vorarlberg und ganz Österreich macht sich auch in der Stadt Feldkirch zunehmend bemerkbar.

Aus diesem Grund müssen die Betreuungszeiten ab Herbst auf kommunale Einrichtungen beschränkt werden.

„Trotz der vielfältigen Angebote und Möglichkeiten für Beschäftigte ist es nur sehr begrenzt möglich, neue Erzieherinnen und Erzieher für eine Tätigkeit in unseren Kindergärten zu gewinnen“, bedauert Bürgermeister Wolfgang Matt. „Auch Teilnehmer mit Ausbildung und/oder Berufserfahrung sind nicht mehr verfügbar und auch gezielte Rekrutierungsbemühungen haben wenig Erfolg.“

Morgenbetreuung für alle

Um dem gesetzlichen Auftrag nachzukommen und eine gute Qualität der pädagogischen Arbeit gewährleisten zu können, ohne das Personal dauerhaft zu überfordern, ist die Stadt Feldkirch daher verpflichtet, die Stundenzahl der Kinderbetreuung im Schuljahr 2022/23 zu reduzieren . Alle Kinder, die auf einen Krippenplatz aufgenommen wurden, können die Krippe an Tagen der offenen Tür von 8.00 bis 12.00 Uhr oder von 7.30 bis 12.30 Uhr besuchen. Zusätzliche Vormittags-, Mittags- und Nachmittagsbetreuungsmodule (7.00 bis 19.30 Uhr, 12.30 bis 13.30 Uhr und 13.30 bis 17.00 Uhr) können nur im Bedarfsfall für die Elternarbeit oder das Training oder dort gebucht werden . ist ein weiterer wichtiger Grund. Die Pflegebedürftigkeit wird vor dem 8. Juli anhand eines Fragebogens ermittelt. Wichtige familiäre oder schulische Gründe für die Betreuung von Kindern über das Vormittagsmodul hinaus können in einem vertraulichen Gespräch persönlich geklärt werden.

Die bestmögliche Kinderbetreuung

„Uns ist es sehr wichtig, Kindern ein bildungs- und entwicklungsförderndes Umfeld zu bieten“, sagt Gudrun Petz-Bechter, Beigeordnete für Kita und Tagespflege. Gleichzeitig müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach zwei Jahren Corona-Pandemie und Personalmangel längst an ihrer Belastungsgrenze angelangt sind, bei ihrer wichtigen und wertvollen Arbeit bestmöglich unterstützt werden. „Ohne Anpassung der Öffnungszeiten an die aktuelle Situation ist dies leider nicht möglich“, so der Stadtrat.

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