Bregenz (dpa) – Bregenzer Festspielpräsident Hans-Peter Metzler sieht die Spendenaktion und das private Sponsoring für Kulturveranstaltungen kritisch. „Mit einem Haken oder Dieb an Geld kommen“ sei ein zweischneidiges Schwert, sagte Metzler am Mittwoch zur Eröffnung des Festivals. Vielmehr sei es eine zentrale Aufgabe des demokratischen Staates, „Kunst und Kultur nicht nur in ihrer Freiheit zu schützen und zu gewährleisten, sondern sie ebenso wie Bildung grundsätzlich und bewusst zu fördern“.
Laut österreichischer Staatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) kann Kunst dabei helfen, das scheinbar Unvermeidliche zu überwinden. Die Frauenfiguren der diesjährigen Festivalproduktionen zeigten, wie tiefste Emotionen übermenschliches Handeln anregen können. Die Stücke forderten die Zuschauer auf, über sich selbst nachzudenken. „Es ist diese Kraft, die der Kunst innewohnt“, sagte der für Kunst zuständige Staatssekretär.
Bei den 76. Bregenzer Festspielen stehen bis zum 21. August rund 80 Veranstaltungen auf dem Programm, für die 220.000 Tickets ausgegeben wurden. Etwa 90 Prozent der Tickets waren bereits zu Beginn des Festivals gebucht. Viele Besucher kommen aus Deutschland. Zum künstlerischen Auftakt des Festivals war am Mittwochabend die Uraufführung von Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“ auf der Seebühne angesetzt.
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