Die Fortsetzung des Pilotfilms setzt derzeit mit spektakulären Stuntszenen neue Massstäbe auf der grossen Leinwand und soll dem Schweizer Militär helfen, neue Flugschüler für die Luftwaffe zu gewinnen. Dafür investiert er 42’000 Franken.
Benjamin Weinmann / ch media
Jeder, der schon einmal in den US-Kinos war, weiß, dass actiongeladene Werbespots für die U.S. Navy oder Army fast genauso Teil der Filmvorführung sind wie mit Popcorn überzogenes Popcorn. . Nun versucht die Schweizer Armee auch auf der Leinwand Begeisterung für seinen Beruf zu wecken.
Verteidigungsministerin Viola Amherd ist von der Starpower von Tom Cruise überzeugt. Seit dieser Woche läuft die lang erwartete Fortsetzung des Kultfilms Top Gun aus dem Jahr 1986 mit dem 59-jährigen Hollywood-Veteranen Pete „Maverick“ Mitchell in der Hauptrolle in den Kinos.
Aufruf an junge Top-Gun-Fans
Doch bevor die ersten Bilder des 170-Millionen-Dollar-Fahrzeugs auftauchen und die ersten Töne des berühmten Soundtracks im Kino erklingen, geht die Schweizer Armee als Erste an den Start. 25 Sekunden lang werden Karrieremöglichkeiten bei der Air Force mit spektakulären Flugzeugszenen angekündigt (siehe Clip unten). Da steht “Werde Pilot der Schweizer Luftwaffe”. Auf Deutsch: Pilot der Schweizer Luftwaffe werden. Schließlich erscheint der Internet-Link zur Organisation Sphair.
Mit Sphair führt die Schweizer Luftwaffe Eignungstests für Anwärter als Militär- oder Berufspiloten oder als Fallschirmaufklärer durch, um junge Schweizer Piloten und Fallschirmaufklärer zu finden. Experten der zivilen und militärischen Luftfahrt prüfen Kandidaten in einem mehrstufigen Verfahren und bereiten sie auf die Praxis vor.
Junge Menschen müssen inspiriert werden
Laut Armeesprecher Daniel Reist ist dies das erste Mal, dass Sphair einen solchen Filmspot zeigt. Die Ankündigung war bereits vor drei Jahren geplant, doch der Kinostart des Films „Top Gun: Maverick“ wurde wegen der Pandemie mehrfach verschoben. Mit dem Thema des Films wolle man „auf den vielfältigen, spannenden und verantwortungsvollen Beruf aufmerksam machen, also junge Menschen für eine Karriere als Militärpilot motivieren“.
Fortsetzung von „Top Gun“: Ab dieser Woche kehrt Tom Cruise als Captain Pete „Maverick“ Mitchell in die Kinos zurück. Bild: ap
Im Durchschnitt würden sich jedes Jahr etwa 1.000 Kandidaten an Sphair wenden. Davon absolvieren rund 400 Personen den Einführungstag in Dübendorf ZH, wovon zwischen 250 und 300 den zweiwöchigen Flugkurs absolvieren. Etwa 150 erhalten später eine Empfehlung und können sich mit diesem Zertifikat für die Auswahl als Militärpilot beim Heer bewerben.
42’000 Franken für die Kampagne
Die landesweite Film-Spendenaktion kostet laut Sprecher Reist 42’000 Franken und dauert drei Wochen. Dabei behauptete Sphair, der Spot sei immer als letzter Werbeblock vor der Filmvorführung gezeigt worden.
Wenn es keine Sphair-Apps gibt, sollte es nicht Tom Cruises Schuld sein. „Top Gun: Maverick“ setzt mit seinen spektakulären Kampfjet-Szenen neue Maßstäbe, hat positive Kritiken aus früheren Kritiken erhalten und dürfte am Eröffnungswochenende mehr als 100 Millionen US-Dollar an die Kinokassen bringen. Die Reise der filmischen Nostalgie gilt auch als großer Hoffnungsträger für Hollywood, der endlich wieder die Kinos füllen soll. (aargauerzeitung.ch)
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