Faeser, Bundesinnenminister
Der Einsatz ausländischer Hilfskräfte an Flughäfen soll erleichtert werden
Stand: 11:07 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Fachkräfte aus dem Ausland sollen die Situation entspannen
Die Bundesregierung will der Luftfahrt helfen, den Personalmangel an deutschen Flughäfen und damit das Flugchaos zu lindern. Temporäre Teilnehmer aus Übersee sollen bereits im Vorfeld am Flughafen eingreifen und beispielsweise bei der Gepäckabfertigung und beim Check-in behilflich sein können.
Zu wenig Personal, lange Warteschlangen: Zu Beginn der Ferien ist die Situation an deutschen Flughäfen teilweise chaotisch. Die Bundesregierung will nun helfen, den Personalmangel zu lindern.
Als Abhilfe gegen den gravierenden Personalmangel an deutschen Flughäfen will die Bundesregierung die kurzfristige Entsendung ausländischer Mitarbeiter ermöglichen. „Wir ermöglichen Unternehmen den Einsatz von Hilfskräften aus dem Ausland, insbesondere aus der Türkei“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Mittwoch in Berlin bei einem Auftritt mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Arbeitsminister Hubertus. Heil (SPD). .
Vor allem bei Landdienstleistern und privaten Sicherheitsunternehmen mangelte es an Fachkräften. Jetzt wolle man schnell Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse erteilen, sagte Faeser. Heil fügte hinzu, Lohn- und Sozialdumping seien ausgeschlossen. Es wird keine Zeitarbeit geben. An türkischen Flughäfen gibt es nach Angaben der Branche Tausende Arbeitnehmer, die derzeit nicht gebraucht werden.
Insgesamt soll dies dazu beitragen, die teilweise chaotische Situation an Flughäfen zu entschärfen. Denn der Personalmangel bei den Airlines und vor allem bei den Bodendienstleistern führt zu Warteschlangen, Verspätungen und Flugausfällen. Fluggesellschaften streichen Tausende Flüge in ganz Europa, um das überfüllte System zu entlasten. Allein die Lufthansa streicht für den Sommer rund 3.000 Verbindungen zu ihren Drehkreuzen Frankfurt und München aus dem Flugplan. Airline-Chef Carsten Spohr entschuldigte sich bei den Passagieren und räumte ein, dass nach der Pandemie-Krise beim Sparen “an der einen oder anderen Stelle übertrieben” wurde.
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Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass viele Teilnehmer bis August so früh wie möglich und damit für das Feriengeschäft an vielen Flughäfen zu spät eingesetzt würden, sagte kürzlich Thomas Richter, Leiter des Zulieferunternehmensverbandes Ground Aviation Assistance Services (ABL). ein Reuters-Interview. “Es löst das Problem nicht, aber es hilft auf jeden Fall.”