Duisburg ist am Sonntag nur knapp einem katastrophalen Unfall mit möglicherweise weiteren Toten und Verletzten entgangen. Während rund 900 Zuschauer eine Aufführung im Zirkuszelt von Flic Flac verfolgten, stürzte ein Kleinflugzeug etwa 50 Meter vom Eingang entfernt auf den Parkplatz. Das Flugzeug wurde komplett zerstört, mehrere geparkte Autos fingen Feuer: Eine riesige Wolke aus tiefgrauem Rauch stieg über der Stadt auf.
Die Feuerwehr informierte die Besucher nach der Vorstellung
Während die Feuerwehr mit rund sechzig Einsatzkräften den Brand löschte und das Gelände absperrte, wurde die Vorstellung vorerst im Zirkuszelt fortgesetzt, um einen Ausbruch von Panik zu verhindern. Erst nach der Aktion informierte die Feuerwehr die Besucher über den Unfall. Anschließend eskortierte die Polizei die Besucher kontrolliert zu ihren Autos.
Die Ausfahrt aus dem Parkplatz verzögerte sich aufgrund der laufenden Brandbekämpfung und Ermittlungen. Auch die nahe gelegene A59 wurde wegen starker Rauchentwicklung vorübergehend gesperrt.
Die Unfallursache ist noch unklar
Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) haben am Montagmorgen die Untersuchungen an der Absturzstelle eines Kleinflugzeugs in Duisburg fortgesetzt. Die Ermittlungen führen die Polizei Essen und die Staatsanwaltschaft Duisburg.
Ultralight startete wohl in Dinslaken
Am späten Montag veröffentlichten die Behörden neue Erkenntnisse: Die beiden Insassen des Ultraleichtflugzeugs starteten nach aktuellem Kenntnisstand vom Flugplatz Schwarze Heide in Dinslaken zu einem Rundflug über Duisburg. Auf dem Rückweg stürzte das Flugzeug aus noch ungeklärter Ursache ab.
Nach der Obduktion der beiden toten Besatzungsmitglieder geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen 54-jährigen Mann aus Bottrop und einen 77-jährigen Mann aus Dortmund handelt. Der 54-Jährige soll Fluglehrer gewesen sein. Nach ersten Schlussfolgerungen geht die Staatsanwaltschaft von einem technischen Defekt des Flugzeugs aus. Weitere Ermittlungen sind anhängig.