Folge der Sanktionen: Russland baut seit 2012 Laptops mit Chips

Veröffentlicht am 13. August 2022, 19:42

Folge der Sanktionen: Russland baut seit 2012 Laptops mit Chips

Russland wird bald einen Laptop “Made in Russia” herausbringen. Das Bitblaze Titan BM15 kommt mit einem veralteten Prozessor und einer noch älteren Grafikkarte.

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Dabei soll es sich um den Bitblaze Titan BM15 der russischen Firma Prombit handeln.

Bildschirmfoto

Angetrieben wird der Laptop von einem Chip aus dem Jahr 2012. Da der taiwanesische Zulieferer aufgrund von Sanktionen gegen Russland keine neuen Chips mehr produzieren kann, greift der russische Hersteller offenbar auf vorhandene Lagerbestände zurück.

Reuters

Der Laptop richtet sich vor allem an Behörden und Russen mit höheren Einkommen.

AFP

  • Russland stellt derzeit Laptops her.

  • Allerdings sind die Chips völlig veraltet.

  • Allerdings wird der Computer günstig in der Anschaffung sein.

Trotz wirtschaftlicher Beschränkungen, die als Strafe für den Einmarsch in die Ukraine verhängt wurden, hat das russische Unternehmen Prombit einen Weg gefunden, Laptops im Inland zu produzieren. Der Bitblaze Titan BM15 befindet sich derzeit in der Vorproduktion, die Massenproduktion ist für November dieses Jahres geplant. Wie das Portal „Futurezone“ schreibt, soll das Gerät weder optisch noch technisch mit westlichen Produkten mithalten können.

Der Laptop wird von einem Baikal M1-Prozessor angetrieben. Dazu nutzt er 2012er ARM Cortex-A57-Kerne des taiwanesischen Chipherstellers TSMC. Da das asiatische Unternehmen aufgrund von Sanktionen gegen Russland keine neuen Chips mehr produzieren kann, greift Prombit offenbar auf vorhandene Lagerbestände zurück. Das Notebook verfügt zudem über eine noch ältere Mali-T628-Grafikkarte, berichtet das Portal „Notebook Check“.

Teures Notebook, unordentliches Design

Der Prozessor wird durch 16 GB DDR4-RAM ergänzt und kann auf bis zu 128 GB aufgerüstet werden. Die Speicherung erfolgt über einen M.2-Steckplatz, der NVMe-SSDs mit einer Kapazität von bis zu 512 GB unterstützt. Das Gesamtgewicht des Laptops soll bei rund zwei Kilogramm liegen.

Laut der Produktwebsite verfügt der Laptop über ein 15,6-Zoll-IPS-LCD-Display mit 1080p-Auflösung und wird mit einem Aluminiumgehäuse geliefert. Das Design wirkt mit dem etwas klobigen Gehäuse und dem breiten Displayrahmen veraltet, behauptet das österreichische Tech-Portal Futurezone.

Der Laptop richtet sich vor allem an Behörden und Russen der höheren Einkommensgruppe: Die Alu-Version des Titan BM15 könnte umgerechnet 1300 bis 1550 Franken kosten.

Russlands Wirtschaft ist im zweiten Quartal deutlich geschrumpft

Die russische Wirtschaft ist im Frühjahr deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Zeitraum April bis Juni im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 4,0 Prozent gesunken, teilte das nationale Statistikamt am Freitag mit. Volkswirte hatten mit einem stärkeren Rückgang von 4,7 Prozent gerechnet. Damit ist die Wirtschaftsleistung auf das Niveau von 2018 zurückgefallen.

Es ist das erste Quartal, das ganz im Zeichen des am 24. Februar begonnenen Krieges gegen die Ukraine steht. In der Folge beschlossen vor allem westliche Staaten weitreichende Sanktionen. Im Winterquartal wuchs die russische Wirtschaft um 3,5 Prozent.

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