Ab heute können Verbraucher den frechen Marketing-Gag aus 5 nominierten Lebensmitteln auswählen
Wien (OTS) – In den kommenden Wochen kürt die Verbraucherschutzorganisation foodwatch Austria die „Werbung des Jahres“. Ab heute können Verbraucher auf der Voting-Plattform von foodwatch für den nervigsten Marketingtrick der Lebensmittelindustrie abstimmen. Zur Abstimmung stehen die Produkte, die foodwatch Austria in den vergangenen Monaten bereits zur „Werbung des Monats“ gekürt hat.
Im Rennen um den erstmals vergebenen Titel „Werschmau des Jahres“ sind: Merci, Ovomaltine, Dreh und Trink, Mazola Maiskeimöl und Beauty Sweeties Fruchtgummihasen. Die Abstimmung dauert 14 Tage. Der Gewinner wird Mitte Dezember von foodwatch Austria „ausgezeichnet“.
In der Lebensmittelbranche tut sich viel: Versteckte Preistreiberei, betrügerische Etiketten und irreführende Werbeversprechen erschweren Verbrauchern den Kauf. Sowohl das EU-Lebensmittelrecht als auch das österreichische Lebensmittelrecht besagen, dass Verbraucher nicht durch Werbung oder Produktpräsentation irregeführt werden dürfen. Die Realität sieht anders aus: Supermarktregale sind voll mit Lebensmitteln, die oft nicht halten, was sie versprechen.
Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch Austria deckt Missstände in der Lebensmittelvermarktung auf, macht auf sich aufmerksam, konfrontiert Unternehmen mit Kritikpunkten und fordert sie auf, Produkte verbraucherfreundlicher zu gestalten. Ab April 2022 vergibt foodwatch Austria den „Werbewitz des Monats“. Für den „Bounce of the Year“ wurden aus den aktuellen „Awards“ der vergangenen Monate 5 Produkte ausgewählt, die Beispiele für lästige Marketingpraktiken sind.
Beauty Sweeties Fruchtgummihasen: „Natur pur“? Voller Zusatzstoffe!: Im Drogeriemarkt erhältliche Fruchtgummi-Hasen werden auf der Vorderseite der Verpackung mit einem stilisierten grünen Blatt beworben, auf dem “Natur pur” steht. Verbraucher erwarten bei dieser Anwendung Lebensmittel ohne Zusatzstoffe. Tatsächlich enthalten Fruchtgummihasen viele Zusatzstoffe.
Twist and Drink: die süße Limonade mit Zucker für Kinderhände und -augen: Bunte Flaschen ziehen Kinder mit Zeichentricktieren an. Sie sind auch „perfekt für Kinderhände konzipiert“. Der Hersteller erklärt es auf seiner Website. Und er gibt zu, dass viel Marketingwissen von Kindern in dieses Produkt einfließt. Laut WHO sollte für dieses zuckerhaltige Getränk nicht bei Kindern geworben werden.
Mazola Maisöl – Rot-Weiß-Rot Täuscht?: „Made in Austria“, steht Mazola auf der Flasche. Ein rot-weiß-rotes Banner lässt den Verbraucher glauben, dass der Mais aus Österreich kommt. Die Verpackung erklärt nicht die wahre Herkunft. Foodwatch erfuhr erst auf Nachfrage, dass Mais aus jedem EU-Land kommen könne. Österreich ist nur eines von vielen.
Merci: Die gigantische Preissteigerung beim Bulk-Paket: Die 400-g-Packung der bekannten Schokolade kostet pro Kilo bis zu 61 Prozent mehr als die reguläre 250-g-Packung. Verbraucher erwarten von Großpackungen zu Recht einen relativ niedrigeren Preis. Nicht so bei Merci: Wer Danke sagen will, zahlt deutlich mehr.
Ovomaltine – weniger Inhalt und höherer Preis: Der Hersteller hat die Füllmenge in den letzten Monaten heimlich um 10 Prozent reduziert. Kunden wurden darüber nicht informiert. Durch die Reduzierung der Füllmenge und einen zusätzlichen Aufpreis werden Verbraucher doppelt zur Kasse gebeten. foodwatch bittet den Hersteller, die Reduzierung der Füllmenge deutlich auf der Vorderseite der Verpackung anzugeben.
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Fragen und Kontakt:
Heidi Porstner, Leiterin foodwatch Austria, Tel: 0660 10 75 327 Lisa Kernegger, Leiterin foodwatch Austria, Tel: 0660 10 75 328 E-Mail: presse@foodwatch.at foodwatch Austria
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