Los Angeles, 17. Juni 1994, früh am Abend: Die wohl berühmteste Verfolgungsjagd der Fernsehgeschichte. Fußballlegende und Schauspielstar OJ Simpson („The Naked Gun“) flieht in einem weißen 93er Ford Fordco vor der Polizei.
Der Schauspieler wurde dann wegen zweifachen Mordes angeklagt und ein Polizist erkannte ihn auf der Straße auf dem Rücksitz des Geländewagens. Statt dem fünften Spiel der NBA Finals verfolgen Millionen TV-Zuschauer die zweistündige Verfolgungsjagd mit der empfohlenen Geschwindigkeit, die Helikopter lieferten die besten Aufnahmen von Fords hollywoodreifer Show.
Der bisher größte Geländeauftritt: vor dem White Bronco mit dem flüchtigen Simpson, hinter einem Haufen Polizeiautos der LA Police Department
Die Show endet nach 60 Meilen mit der Festnahme des Stars auf seinem Grundstück. Im Oktober 1995 wurde ein umstrittener Freispruch vor das Strafgericht gebracht und der Bronco im folgenden Jahr nach 30 Jahren Bauzeit eingestellt.
Jetzt ist er zurück und kommt Anfang 2023 endlich nach Europa! Nicht OJ Simpson, sondern der Geländeklassiker von Ford. Vielen Dank Schlamm!
Die Neuauflage des Bronco ist bei amerikanischen Kunden sehr gefragt, er wird hierzulande in limitierter Stückzahl und nur als Viertürer verkauft.
Auf Holz und auf Stein? Du willst im Bronco sein
Ford sagt nichts über den Motor. Amerikanische Kunden können zwischen einem 2,3-Liter-Vierzylinder (304 PS) mit Siebengang-Schaltgetriebe, einem 2,7-Liter-Sechszylinder mit Zehngang-Automatik (335 PS) und dem 3-Liter-Sechszylinder wählen das Supermodel Raptor (406 PS, Automatik). Alle fahren mit Benzin, Amerikaner fahren selten Diesel.
Allradantrieb, sieben verschiedene Fahrprogramme und rund 30 Zentimeter freie Höhe am Boden lassen ihn auch abseits befestigter Wege gut aussehen
Der Clou des Bronco: Die Dachteile und Seitentüren lassen sich abnehmen und machen aus dem wetterfesten SUV im Handumdrehen ein luftiges Spaßfahrzeug.
Preise will Ford erst kurz vor Verkaufsstart festlegen. Der Einstiegspreis in den USA liegt derzeit bei 30.800 US-Dollar (ca. 30.000 €), bei uns dürfte es wohl etwas mehr sein. Der Hochleistungs-Raptor hat im Heimatmarkt bereits einen Einstiegspreis von 68.500 US-Dollar (rund 66.500 Euro), zudem ist mit einem Aufpreis für das Topmodell zu rechnen.
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Möchten Sie einen echten amerikanischen Schlitten bekommen? BILD stellt fünf weitere interessante Modelle vor, verrät, was sie können und wo man sie bekommt.
Ford Mustang
Die Ikone mit dem Pony auf dem Grill: Der Ford Mustang gibt es mittlerweile in der sechsten Generation
2016 belegte der Ford Mustang hinter dem Porsche 911 und dem Audi TT den dritten Platz unter den meistverkauften Sportwagen. Mittlerweile ist er hierzulande nur noch vom Hersteller als Lagerfahrzeug erhältlich.
Kunden müssen sich zwischen dem GT-Modell „Normalo“ (ab 55.500 Euro, 449 PS) und dem stärksten Mach 1 (ab 67.000 Euro, 460 PS) sowie zwischen einem 6-Gang-Schaltgetriebe und einer 10-Gang-Automatik entscheiden. Beide Varianten wurden auch als Cabrios gebaut, stilecht mit einem 5-Liter-V8-Motor.
Wenn Sie bei einem Ford-Hersteller nicht fündig werden, können Sie bei Importeuren nach einem echten Ami suchen. Ford Mustang Anlaufstellen sind zum Beispiel Geigercars, Mustang 302 oder US Car Import. Der Preis für einen importierten Neuwagen beginnt bei rund 65.000 Euro.
Chevrolet Camaro
1964 eroberte der Ford Mustang die Herzen der Autoenthusiasten, und 1966 brachte der Konkurrent Chevrolet den Camaro auf den Markt, der Beginn einer wunderbaren Rivalität.
Auch den aktuellen Camaro gibt es mit V8 und viel Hubraum, auch als Coupé oder Cabrio. Und es ist nicht mehr vom Chevrolet-Hersteller in Deutschland erhältlich. Aufgrund geringer Verkaufszahlen lohnt es sich für amerikanische Hersteller meist nicht, die Modelle an strenge europäische Abgasvorschriften anzupassen.
Bis Ende August 2019 war der Camaro in Europa fertig
In den USA steht der schnittige Chevy noch bei den Händlern. Statt unbegrenzter Möglichkeiten stehen allerdings nur vier Motoren zur Auswahl: ein bescheidener Vierzylinder (275 PS), ein 3,6-Liter-V6 (335 PS) und der kraftvolle 6,2-Liter-V8 mit Saugnapf natur (455 PS). oder mit Turbo-Kompressor (650 PS).
Importeure wie z Joemann Motors, Roger Wendling Ö USA-Auto-Import haben immer Neu- und Gebrauchtfahrzeuge auf Lager oder unterstützen Sie beim Import.
Dodge-Herausforderer
Der muskulöse Dritte im Bunde. So stark wie Mustang und Camaro und spätestens seit „Fast & Furious“ auch weithin bekannt: der Dodge Challenger. Das aktuelle Modell hat mindestens einen V6 unter der Haube, das Topmodell hört auf den Spitznamen SRT Hellcat (Höllenkatze) und bietet satte 717 PS.
Erschreckender Anblick! Die SRT Hellcat
Der Startpreis in den USA liegt bei 30.825 Dollar (rund 30.000 Dollar), für die Höllenkatze schulden sie mindestens 69.620 Dollar (rund 67.000 Dollar). Natürlich kommen noch Einfuhrkosten, Zölle, Steuern etc. hinzu.
In Deutschland findet man den Challenger bei EkoGas, RT-Import oder AEC.
Ford F-150 Blitz
Darf es etwas größer sein, vielleicht sogar elektrisch? Dann lohnt sich ein Blick auf den Elektro-Van F-150 Lightning von Ford. Der F-150, seit mehr als 40 Jahren das meistverkaufte Fahrzeug in den USA, debütiert als Lightning. elektrischer Antrieb auf dem Markt.
Der 5,91 Meter lange Koloss schickt 580 PS und 1050 Nm an den Allradantrieb und soll mit seinem 131-kWh-Akku eine Reichweite von 480 Kilometern haben. Neben viel Platz bietet der Elektro-Pickup Fahrleistungen auf Sportwagen-Niveau: Aus dem Stand beschleunigt er in 4,5 Sekunden auf 100 km/h, bei 165 km/h ist aber Schluss.
Passt das zusammen? Bisher bieten nur wenige Hersteller die Kombination aus Pickup und Elektroantrieb an
Bis zu elf Steckdosen stehen im Ladebereich und 400 Liter Laderaum unter der Frontklappe zum Betrieb von Elektrogeräten zur Verfügung. Wenn die öffentliche Stromversorgung sinkt, kann ein F-150 Lightning ein durchschnittliches Haus bis zu zehn Tage lang mit Strom versorgen.
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Guter Campingbegleiter! Riesiger Laderaum unter der Motorhaube, eigener Stromanschluss und Platz für ein Dachzelt über der Ladefläche
Aktuell bietet der amerikanische Autoimport die Platinum-Version des F-150 Lightning für rund 150.000 Euro an, der Mustang 302 hat den Elektro-Pickup bereits im Angebot. Bei rund 200.000 Vorbestellungen und einer jährlichen Produktionskapazität von 150.000 Exemplaren ist für Interessenten aber vorerst Geduld gefragt.
Chevrolet Corvette
Seit Dodge aufgehört hat, die Viper zu bauen, ist die Corvette der einzige beste Hund zwischen den beiden US-Sitzen.
Die Corvette – der Inbegriff des US-Sportwagens. Das aktuelle C8-Modell (495 PS) bekommen Sie in Deutschland im Chevy-Händlernetz ab 86.900 Euro oder bei Geigercars oder Reyer.