Veröffentlicht am 1. August 2022, 12:53
Strategisches Chaos: „Es war eine Katastrophe“ – Ferrari-Leclerc schäumt nach Ungarn-Pleite
Während Max Verstappen am Sonntag den Großen Preis von Ungarn gewann, wurde Konkurrent Charles Leclerc nur Sechster. Vor allem der Chef seines Ferrari-Teams, Mattia Binotto, wird nach dem Rennen dick.
Max Verstappen gewinnt den Großen Preis von Ungarn und baut seine Führung in der WM-Rangliste aus. Er überholte mühelos Ferrari-Fahrer Charles Leclerc.
Video: SRF
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Der GP von Ungarn am Sonntag war ganz klar für Max Verstappen und das Red Bull Racing Team.
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Dass Charles Leclerc im Ferrari klar geschlagen wurde, lag vor allem an der Taktik der Italiener.
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Nach dem Rennwochenende sitzt der Frust tief. Chef Mattia Binotto hat das Sagen.
Max Verstappen kann völlig entspannt in die Sommerferien gehen. Der Weltmeister übernimmt 80 Punkte Vorsprung auf Charles Leclerc, bevor die Formel 1 beim Klassiker Ende August im belgischen Spa-Francorchamps weitermacht. Es sind noch neun Rennen zu fahren, und Ferrari muss sich enorm verbessern, um irgendwie noch eine Chance auf den begehrten Titel zu haben.
Verstappen müsste keinen Grand Prix mehr gewinnen, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Sein Polster ist so groß, dass sogar zweite Plätze in den verbleibenden neun Rennen der Saison reichen würden. Doch das interessiert den 24-Jährigen überhaupt nicht. „Als Team wollen wir mehr Rennen gewinnen und genau das werden wir nach der Pause versuchen“, sagte Verstappen, der keinen Strandurlaub plant.
Die Kritik an Binotto, der Frust bei Leclerc sitzt tief
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (52) hat es schwer: Wenn man bedenkt, dass Ferrari eigentlich das stärkste Auto im Feld hat, ist überraschend wenig Verlass. Charles Leclerc verlor weitere 17 WM-Punkte an Dominator Verstappen. Das Auto wollte bei den kalten ungarischen Temperaturen überhaupt nicht funktionieren, auch Taktik und Reifenwahl passten nicht zu einem Titelanwärter.
Leclerc stimmt zu und sagt im Boxenfunk: “Ich habe deutlich gemacht, dass ich das Medium so lange wie möglich behalten möchte, aber wir sind sehr früh eingestiegen.” Ich konnte diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Und: „Der letzte Teil des Rennens war eine Katastrophe. Da haben wir das Rennen verloren.“ Der Monegasse übt also direkte Kritik am Rennstall und Chef Binotto.
Ralf Schumacher hat Binotto
Auch Formel-1-Legende und Sky-Experte Ralf Schumacher kritisierte den Extra-Boxenstopp für Leclerc in der Schlussphase, wo schließlich auf weiche Reifen umgestiegen wurde. „Der Stopp ist nicht ganz nachvollziehbar“, sagt der 47-Jährige, „deshalb haben sie zwei weitere Plätze abgegeben“.
Deshalb hat Schumacher Teamchef Binotto: „Ich sehe, dass sein Job in Gefahr ist. Wenn man das Geschenk bekommt, mit Ferrari in der WM fahren zu dürfen, und man es so achtlos wegwirft, ist das bitter und das soll es auch sein.“ schwierig.”
Mercedes auf dem Vormarsch
Die Stimmung bei Mercedes dürfte zeitweise deutlich besser sein. Zum zweiten Mal in Folge standen die Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton (2.) und George Russell (3.) gemeinsam auf dem Podium. Sie nutzen die Schwäche von Ferrari aus und steigern sich nach einem desaströsen Saisonstart weiter.
„Es ist unglaublich befriedigend zu sehen, welche Fortschritte wir machen“, sagte Rekordweltmeister Hamilton, der nach der Sommerpause seinen ersten Saisonsieg nach fünf Podestplätzen in Folge anstrebt: „Es ist großartig für ‚das Team, das wir sind‘. beide vor Ferrari.’
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(dpa)