Formel 1: Gastgeber Leclerc vorne: Böser Fluch auf Bottas

Roger Benoit, Monte Carlo

Monacos große Jahre mit all den Feierlichkeiten sind irgendwie vorbei. Natürlich bewegen sich die vielen Millionen Yachten immer noch durch den Hafen, wo die Mietpreise immer weiter auf astronomische Summen steigen. Unter 20.000 Euro kann hier nicht einmal ein kleines Boot übers Wochenende festmachen.

Regen am Sonntag

Andererseits entdeckt man weniger sündhaft teure Autos auf den Straßen und es gibt fast keine großen Promis. Das “Versagen” der Russen wirkt sich auch in Monaco aus … Zum Glück ist das Wetter gut, obwohl am Sonntag Regen erwartet wird. Dann wird der schnellste Roulettetisch der Welt zur Lotterie! Wenn es hier richtig wird, werden nur die Regenkünstler überleben.

“Die lokale Währung ist das Problem!”

Nach der Festnahme des ehemaligen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (91), als er mit dem Privatjet von São Paulo nach Lissabon abflog, ist der Brite wieder zu Scherzen bereit: „Da war nichts.“ Wir haben vergessen, die kleine Pistole zu zücken. Von Munition keine Spur. Irgendwann hat mir ein Formel-1-Mechaniker im Fahrerlager diese Pistole verkauft.“

Das größte Problem nach der Zollkontrolle. „Ich wurde aufgefordert, 6.000 Reais zu zahlen. Aber er hat natürlich keine Landeswährung mitgebracht.“ So musste sich der Milliardär Ecclestone rund 1300 Franken leihen …

Warten auf den ersten Schock

Ernster war natürlich Monacos erste Trainingseinheit auf den 3337 Meter langen „Terrorpisten“. Die neuen Vorschriften mit größeren Rädern erschweren es jedem, die Rasierklinge zu montieren.

Erstens lassen sich schwerere 46-Pfund-Autos nicht mehr so ​​leicht in Kurven werfen, und zweitens ist die genaue Sicht auf Autos in Straßenkurven schlechter. Es ist leicht, wichtige Zentimeter falsch einzuschätzen. Niemand hat es in den ersten 60 Minuten (noch) geschafft!

Leclerc hat 2021 Pech

Vom Start weg ging Lokalmatador Charles Leclerc (24) mit einem Ferrari an den Start. Der Weltranglistenerste, der in Barcelona von Sieger Max Verstappen (Red Bull-Honda) entthront wurde, überbot als Erster die 1:16 – 1:15,883 Minutenmarke.

Zum Vergleich: 2021 belegte Leclerc hier vor leeren Rängen mit 1:10.346 die Pole-Position. Doch am Sonntag blieb sein Startplatz beim GP leer: Auf dem Weg zum Starterfeld brach die Nabe des Ferrari-Rades!

Rote Fahne wegen Schumi

Erste Aufregung und sofort rote Flagge nach 20 Minuten. Schumi will an der Kasse nach Rascasse werden und bleibt einfach vor der Kasse stehen. Zehn Streckenposten kümmern sich um den Haas-Ferrari und rollen ihn an die Box …

In Italien sieht es so aus, als könnte man schon 2023 den Rasen wachsen spüren und die Deutschen ohne Punkte im Aston Martin-Mercedes sehen, denn die Briten rechnen fest mit Vettels Rücktritt. Und der deutsche Markt ist wichtig für Aston Martin …

McLaren-Tour kommt bald …

Nach 30 Minuten veränderte sich das Frontbild deutlich. Plötzlich lagen sowohl McLaren-Mercedes von Norris als auch Ricciardo vorne, bevor Gasly (Alpha Tauri-Honda) eingriff, der 2022 enttäuschend ausgefallen war.

Anschließend zeigte Russell sein Talent, während die drei Weltmeister Verstappen Hamilton und Vettel hinten um 16 Uhr (Live-TV) auf die morgige Tabellenführung peilten.

Bottas macht immer wieder Fehler

Aber es waren die beiden Red Bull-Honda, die sich am vergangenen Sonntag in Barcelona nach ein oder zwei durchsetzen konnten.

Und Alfa-Sauber? Zum vierten Mal in Folge hatte Bottas an diesem Freitag Ärger. Diesmal blieb Bottas nach zwei zeitlosen Runden in der Box liegen: Der Elektromotor ging kaputt. In Imola war es Strom. In Miami stoppte ihn ein Unfall, in Barcelona erlitt der Finne einen Motorschaden.

Stiefel: 1000 Euro Busse

Teamkollege Zhou, der hier vor einem Jahr die Formel 2 gewann, musste sich mit Rang 17 begnügen. Knapp hinter Latifi, Schumi und Bottas! Und der achtplatzierte Weltcupsieger wurde gleich bei seinem ersten Einsatz auf dem Platz mit einer Geldstrafe belegt. Er wurde in der Boxengasse mit 81,9 km/h erwischt – 1000 Euro. Im Fürstentum sind nur noch 60 km/h erlaubt …

Ergebnisse des 1. Freien Trainings in Monaco

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