Graphen-verwandtes Material hat eine noch bessere Richtungsleitfähigkeit, wurde aber noch nicht hergestellt.
Forscher der University of Colorado Boulder haben etwas getan, was noch niemand zuvor getan hat: Sie haben einen Weg gefunden, Graphen herzustellen. Bisher wurde dieses Material theoretisch erforscht, ist aber noch nicht verfügbar. Dabei handelt es sich um ein „Wundermaterial“, dem laut Phys.org großes Potenzial nachgesagt wird.
Gerichtete Leitfähigkeit
Graphen ist ein Verwandter von Graphen. Wie Graphen besteht Graphen aus einer ein Atom dicken Schicht aus Kohlenstoffatomen, aber die Kohlenstoffringe im Inneren können variieren. Neben Einfach- und Doppelbindungen zwischen Graphenatomen sind auch Dreifachbindungen möglich. Ähnlich wie Graphen hat auch Graphen eine besonders hohe elektrische Leitfähigkeit, wenn auch gerichtet.
Unterschied zu Grafiken
Laut Spektrum muss Graphen aufwändig bearbeitet werden, um Hohlräume oder Poren zu bilden und so seine leitfähigen Eigenschaften zu verändern, um beispielsweise elektronische Bauteile herzustellen. Bei Graphit treten bereits in der Basisversion Lücken und Poren auf. „Es gibt einen ziemlich großen Unterschied zwischen Graphen und Graphen, aber auf positive Weise“, sagt Wei Zhang, einer der Co-Autoren einer neuen Studie, die in der Zeitschrift Nature Synthesis veröffentlicht wurde.
Vom Atom zum Gerät
„Das gesamte Publikum, das gesamte Forschungsfeld ist sehr glücklich, dass dieses langjährige Problem, dieses imaginäre Material endlich realisiert wurde“, sagt Yiming Hu, der Hauptautor der Studie. Für den Erfolg war interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig. Dabei wurde entdeckt, dass eine Methode, die eine Selbstkorrektur von Bindungen zur Bildung neuer Strukturen ermöglicht, für die Erzeugung von Graphen geeignet ist.
„Wir wollen dieses neue Material aus mehreren Dimensionen betrachten, sowohl experimentell als auch theoretisch, von der atomaren Ebene bis hin zu realen Geräten“, beschreibt Zhang die folgenden Schritte.