Unfall in Rheinland-Pfalz
Eine Frau stürzt im Vergnügungspark von einer fahrenden Achterbahn und stirbt
Ein Besuch im Freizeitpark in Klotten endete für eine Frau tödlich. Der 57-Jährige stürzte von einer fahrenden Achterbahn und starb.
Klotten. „Am Sonntag 7.8. bleibt der Park Klotti geschlossen!“, heißt es lapidar auf der Website des Freizeitparks Klotten an der Mosel. Das Drama ereignete sich am Nachmittag, rund anderthalb Stunden bevor der Park an diesem Sommerwochenende geschlossen wurde Ferien, lässt nichts vermuten: Eine 57-jährige Frau aus dem Saarland stürzte von der fahrenden Achterbahn und erlitt tödliche Verletzungen. Reanimationsversuche blieben erfolglos. Ein Hubschrauber von Rettung und Rettungsdienst sowie der Freiwilligen Feuerwehr, aber für die Frau aus St. Wendel im Saarland konnte niemand etwas anderes tun.
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Am Abend kann die Polizei kaum mehr sagen als den Zeitpunkt des Unfalls und das Alter der Toten. „Die Ermittlungen dauern noch an“, sagt ein Cochemer Polizeibeamter. Wie immer bei solchen Unfällen wurde die Staatsanwaltschaft gerufen. Doch alle Ermittlungen stehen noch am Anfang: War es ein technischer Defekt, war es Fahrlässigkeit oder war es fatale Fahrlässigkeit? Gab es eine natürliche Todesursache wie einen Herzinfarkt? „Um das festzustellen, könnte eine Obduktion angeordnet werden“, mutmaßt der Polizist, aber das wird die Staatsanwaltschaft entscheiden.
Auf der Achterbahn
Der Freizeitpark bewirbt die 532 Meter lange Achterbahn mit einer Höhe von 17,5 Metern als „heiße Fahrt“ auf seiner Website und auf YouTube. In einem Video ist zu sehen, dass das Auf und Ab der Achterbahn teilweise durch eine Art künstliche Schlucht führt. Von den höchsten Positionen der Bahn hingegen sieht man die umliegenden Berge.
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Die Reise „ist nichts für schwache Nerven“, wird dort versichert. „Viele Kurven, eine maximale Steigung und Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern können einem den Atem rauben und das Herz seinen gewohnten Platz verlassen. Aber alles wird gut: Wenn man die 550 Meter Strecke gemeistert hat, kann einem zumindest an diesem Tag nichts mehr im Weg stehen.“
Der tödliche Sturz der Frau dürfte hingegen für Aufregung unter den anwesenden Besuchern gesorgt haben. Die Polizei konnte heute Abend nicht sagen, wie voll der Park zum Zeitpunkt des Vorfalls war oder wie viele Menschen den Sturz miterlebten.
Der Park wurde laut Website 1970 als Wildpark in den Höhen der Mosel bei Klotten eröffnet. Seit den 1990er Jahren wurde er als Freizeit- und Familienpark mit neuen Attraktionen ausgebaut. Die Achterbahn wurde dementsprechend 2004 eröffnet.
Tödliche Unfälle in anderen Freizeitparks
Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen und technischen Maßnahmen: Tödliche Unfälle auf Achterbahnen oder in Freizeitparks sind zwar selten, erregen aber besondere Aufmerksamkeit, wenn der Nervenkitzel tödlich endet. Mitte Juli starb ein 14-jähriges Mädchen bei einem schweren Achterbahnunfall im dänischen Aarhus. Im September letzten Jahres stürzte ein sechsjähriger Junge in einem Vergnügungspark in Colorado von einer Achterbahn. Es war nicht gut gebunden. Und im Juni 2016 wurden beispielsweise zehn Menschen verletzt, als eine Achterbahn in Schottland entgleist.
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RND/dpa