Kann jetzt nicht aufhören!
Iga Swiatek (21) hat die French Open gewonnen und in nur 68 Minuten die US-Amerikanerin Coco Gauff (18) mit 6:1, 6:3 aus Paris geschlagen. Es ist der zweite Grand-Slam-Titel für den Weltranglistenersten, der vor zwei Jahren denselben Platz errungen hat.
Unter den Zuschauern: Bayern-Star und Swiatek-Landsmann Robert Lewandowski (33). Unmittelbar nach dem Matchball rannte sie auf ihn zu, beide umarmten sich.
Lewandowski gratuliert Swiatek zum Sieg Foto: Getty Images
Gauff war damals ein guter Verlierer: „Du hast es auf jeden Fall verdient, du spielst richtig gut und ich hoffe, dass wir dich noch in ein paar Endspielen sehen“, sagte er zu Gauff. Swiateks Antwort: „Das machen wir auf jeden Fall.“
Das Match zählt schnell. Gauff verlor den Start komplett und als er etwas aufholte, war es zu spät. Sie war zu nervös bei ihrem ersten großen Finale, sie konnte es jede Sekunde spüren. Swiatek nutzte ihn gnadenlos aus.
Er sang leicht während des ersten Satzes. Bedeutung: Es ist immer ein Lied im Kopf, aktuell bedeutet Dua Lipa übersetzt „Schuldgefühle“. Musik ist seine große Leidenschaft. Wenn Sie den Platz betreten, hören Sie Led Zeppelin, AC/DC oder Guns n’Roses.
Bei der Siegerehrung erklang auch der Bass, allerdings vom Himmel. Ein Sturm erhob sich, das Dach schloss sich im Nu und die polnische Nationalhymne wurde gesungen. Bei der Dankesrede brach Swiatek dann fast die Stimme. „Ukraine, sei stark!“, rief er der Welt zu. Die 15.000 Zuschauer wurden applaudiert.
Das Finale war das 35. ungeschlagene Spiel in Folge und der sechste Sieg in Folge des Turniers. Und es fiel ihr überraschend leicht. Im zweiten Satz hatte Swiatek zunächst nur Probleme, als er einmal sein Service verlor. Danach nahm er nicht nur den Dienst wieder auf, sondern legte gleich eine zweite Pause ein.
Nach 68 Minuten endete das erste Spiel mit einem 6:3. Und Position Nummer 1 ist stärker denn je. Auch die lauten Schreie von Coco aus dem Publikum, die gerne ein kürzeres Ende gesehen hätten, halfen nicht.