Thiem als Vorbild
Misolic trainiert in Kroatien mit Ante Andric, aber immer wieder in der Südstadt auch mit ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer, der nicht als Trainer von Misolic bezeichnet werden kann. „Ich muss alles verbessern, aber die Rückhand ist ziemlich gut. Ich habe heute auch sehr gut aufgeschlagen“, sagte Misolic, dessen Vorbild Andy Murray und dann Dominic Thiem waren. Bälle hatte er ihm vor wenigen Wochen auch in Salzburg gegeben, bevor Thiem seinen ersten Sieg seit seinem Comeback feierte.
Die ersten 200 sind bereits erreicht. Neue Ziele müssen schnell gesetzt werden: „Das nächste Ziel ist, so schnell wie möglich unter die Top 150 zu kommen.“ Er schaffte schnell den Übergang vom Future-Level zum Challenger, gefolgt vom ersten Challenger-Titel in Zagreb im Mai. “Ich bin ziemlich schnell von Future zu Challenger gewechselt, es war anfangs nicht einfach. In letzter Zeit habe ich es geschafft, einen Challenger-Titel zu gewinnen, daher ist es viel einfacher, was das Selbstvertrauen betrifft.”
Zu Beginn des Matches wirkte Misolic etwas nervös, aber das beruhigte sich schnell und kam erst am Ende wieder. Im ersten Satz unterbrach der Grazer gleich zweimal den Aufschlag seines Gegners. Der zweite Durchgang war ausgeglichener. Nach einem ersten Break zum 2:1 führte Misolic bereits mit 6:2,5:3. “Ich habe das ganze Spiel dominiert, aber das Schwierigste ist, das Spiel zu beenden. Ich hatte viele Gedanken im Kopf”, gab Misolic zu. Im Tiebreak stand er bereits mit 2:5, drehte aber um und rettete bei Temperaturen um die 33 Grad einen dritten Satz. Nach 1:53 Stunden nutzte Misolic seinen zweiten Matchball.