von. – 16.07.2022 16:24 (akt. 16.07.2022 16:24)
Die Rapid mussten im ÖFB-Cup kämpfen. © APA / GERT EGGENBERGER (Symbolbild)
Salzburg gewann den ÖFB-Fußballpokal mit 3:0 gegen den SV Fügen und überwand damit die erste Hürde mit einem verdienten Sieg. Allerdings mussten die Rapid lange auf den Aufstieg hinarbeiten.
Der Serienmeister setzte sich am Freitag klar mit 3:0 (1:0) gegen den SV Fügen durch. Der Außenseiter aus der Tiroler Landesliga wehrte sich lange in Zell am Ziller. Benjamin Sesko (19.), Junior Adamu (76.) und Ignace van der Brempt (83.) haben die Salzburger Überlegenheit in Tore verwandelt.
Rapid musste kämpfen
Die Rapid gewannen beim SK Treibach nach einem Treffer von Guido Burgstaller in der vierten Minute der Nachspielzeit mit 1:0 (0:0) und verhinderten damit die Verlängerung. Der Mittelklub der Kärntner Landesliga hatte sein Tor lange erfolgreich verbarrikadieren können. Die Austria Klagenfurt hat gegen den anderen Bundesligisten, Admira Dornbirn, keinen Erfolg verloren und ein 8:1 (4:1) Schützenfest bestritten. Die WSG Tirol musste beim Ostliga-Club Neusiedl am See in die Verlängerung und gewann dort mit 3:1 (1:1, 0:0). Der TSV Hartberg gewann 2:1 (2:1) beim DSV Leoben.
Salzburg gewann 3:0 gegen Fügen
Salzburg startete im Zillertal mit zwei Neuzugängen: Der Brasilianer Fernando begann im Angriff, der Serbe Strahinja Pavlovic in der Innenverteidigung. Der große Favorit bestimmte natürlich das Spiel, doch der Benachteiligte vergab nach wenigen Minuten die erste gute Gelegenheit durch Matteo Steiner. Vor allem Torhüter Patrick Schiestl wehrte sich mit aller Kraft. Nach einigen Stopps egalisierte ein Torwartfehler den Vorsprung der Salzburger, Benjamin Sesko staubte ab.
Fernando blieb nach der Pause in der Umkleidekabine
Der lebhafte, aber unglückliche Fernando blieb nach der Pause in der Umkleidekabine, während Noah Okafor Adeyemis Ersatz ersetzte. Fügen hielt das Ergebnis weiterhin erfolgreich mit einer straffen Defensivleiste. Der ebenfalls eingewechselte Adamu erzielte nach einem Pass von Wöber, der auf die linke Seite gesetzt wurde, das 2:0. Rechtsverteidiger Van der Brempt folgte nach einer Ecke. Am Ende freute sich Trainer Matthias Jaissle: „Alles in allem war es ein verdienter Sieg. Wir müssen etwas konstanter werden, die Siegchancen waren da, aber es blieb lange so. Wir haben definitiv eine Pflicht zu erfüllen.“
Burgstaller und Kühn in der Offensive bei Rapid
Bei Rapid waren Guido Burgstaller und Nicolas Kühn von Beginn an in der Offensive, auch Rene Kriwak war in der Startelf. Aleksa Pejic, aus Weißrussland für das defensive Mittelfeld eingewechselt, fehlte. Der Serbe hat noch keine Spielberechtigung. Das erhoffte man sich vor dem Ligastart, hieß es: Bei regnerischen Bedingungen suchten die Grün-Weißen von Beginn an eine Lücke vor einem tiefstehenden und disziplinierten Verteidiger. Kühn nach nur drei Minuten, Kriwak an der Außenlatte und Greil, der vor Treibachs Torhüter Patrick Böck verschoss, verloren das Tor. Auf der anderen Seite schoss Vahid Muharemovic fünf Minuten vor der Pause aus guter Position zu zentral, als die Kärntner nur eine Chance hatten.
Burgstaller beendete das Türschloss
Auch nach einem Seitenwechsel lief der Rapid vergeblich und mit wenigen Ideen. Bernhard Zimmermann mit einem unhaltbaren Kopfball oder Marco Grüll aus der Distanz zu ersetzen, hat Chancen vergeben. Bei Treibach ließen die Kräfte zusehends nach, die Kärntner versuchten sich in die Verlängerung zu retten. Burgstaller schloss schließlich mit dem Elfmeter in der siebenminütigen Auszeit ab. Der Kärntner kletterte nach starker Hereingabe von Auer erfolgreich und köpfte ins Ziel. „Die Chancen waren da, wir hatten die Kontrolle. Insgesamt war das Ergebnis nicht so toll, aber das Spiel war gut. Die Tore haben gefehlt, da haben wir es uns schwer gemacht“, sagte der Torschütze im ORF-Interview.
Klagenfurt hatte keine Probleme mit Fußballtoren
Klagenfurt hatte keine Probleme, Tore zu erzielen. Routinier Marco Knaller (35) war bei den Österreichern erstmals beim Dresch-Sieg in Dornbirn dabei, in der Liga hat Philipp Menzel noch seinen Stammkörper. Die Mannschaft von Peter Pacult erwischte mit dem ersten 1:0 von Neuzugang Christopher Wernitznig (2.) einen guten Start und erzielte anschließend Tor um Tor gegen den Viertligisten. Die Vorarlberger standen derweil auf 2:1, der Bundesliga-Satz führte dank eines Doppelpacks von Christopher Cvetko bereits mit 4:1 bis zur Pause. Nach einem Seitenwechsel trafen auch die Neuzugänge Sinan Karweina und Jonas Arweiler.
Wattener startete mit Stürmer Rinaldi
Die Wattener starteten am Neusiedler See mit Neo-Angreifer Lautaro Rinaldi. Der Argentinier hatte kurz vor der Pause den Bundesliga-Stand in Führung gebracht und kam ohne Tore in die Umkleidekabine. Die Burgenländer schnupperten eine Überraschung, nachdem Stürmer Raul Bucur (62.) sie überholt hatte. Der Ausgleich kam schnell: Debütant Nik Prelec bediente WSG-Abwehrchef Raffael Behounek, der zum 1:1 traf (70.). Die reguläre Saison endete ohne weitere Tore, wobei WSG U19-Teamspieler Justin Forst am Ende Rinaldi ersetzte. Eine Bewegung, die Früchte tragen sollte. Der Stürmer dribbelt zum 2:1 (105.) und köpft dann ins Tor (110.).
Auch Hartberg liegt leicht zurück
Auch im steirischen Duell mit dem DSV Leoben lag Hartberg leicht zurück. Thomas Hirschhofer (26.) holte die Räumlichkeiten zu Trainer Carsten Jancker. Ein Doppelschlag ebnete den Weg zum Aufstieg des Erstligisten. Okan Aydin (32.) und Jürgen Heil (35.) trafen noch vor der Pause. Danach ließ Hartberg nichts mehr zu. Das Spiel zwischen Dellach/Gail und dem Kapfenberg SV musste nach einem Regen abgebrochen werden, da der Platz unbespielbar war. Das Spiel wird neu angesetzt. Wie der Zweitligist mitteilte, ist voraussichtlich am kommenden Dienstag (19.30 Uhr)