Ganz kleiner Bonus: Der SPÖ-Chef will, dass die Kanzlerin zurücktritt

Wie “Heute” enthüllt, wird der Schulbonus für Familien mit besonderen Bedürfnissen gekürzt. SPÖ-Chefin Rendi-Wagner fordert nun den Rücktritt der Kanzlerin.

Eine Walzer-Aktion des Sozialministeriums schlug am Freitag hohe Wellen. Wie „Heute“ berichtet und in den Medien publik gemacht wurde, sollen Familien mit Mindestsicherung zum Schulstart einen Zuschuss von 80 Euro auf die Kosten für Schulmaterial erhalten. Allerdings: Im Vorjahr waren es noch 100 Euro in Form von „Heimschulpaketen“ mit festem Inhalt, also reduziert sich der Betrag mitten in der Inflation um 20 Prozent. Anspruchsberechtigt sind armutsgefährdete Schüler von der Grundschule bis zum Gymnasium.

“Wie kaputt kannst du sein?”

Der Schnitt sorgt nun für Aufsehen. „Wie kaputt darf ich sein? Regierung ja“, schreibt Senad Lačević, Betriebsratsvorsitzender der Wiener Volkshochschulen und SPÖ-Bezirksrat in Wien-Neubau, auf Twitter: „Das sind Schikanen, die versteckt werden, die unsinnigen Kürzungen, die zeigen Hass auf die Armen.”

Ilkim Erdost, Wiens Leiter für Bildung und Verbraucherschutz bei der Arbeiterkammer, schreibt: „Die Regierung kürzt Schulstartpakete um 20% für Geringverdiener, inmitten der größten Welle von Das kann nur ein Missverständnis sein, oder welches Ziel wird verfolgt?”

“Rückgängig machen oder aufgeben”

Nun macht sich auch SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner breit: „Inmitten der Inflationskrise streicht die Regierung Hilfen für den Schulstart für besonders betroffene Kinder. Für Armut. Schade! Herr Bundeskanzler , sofort rückgängig machen oder zurücktreten!“, fordert Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) auf Twitter zum Rücktritt auf.

FP-Startseite Michael Schnedlitz ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com

Schnedlitz Schaumstoff: “Steigbügelhalter”

Der Tweet wiederum ärgert die FPÖ. Kurz vor den Sommerferien präsentierte sich SPÖ-Chef Rendi-Wagner laut FPÖ-Abgeordneten Michael Schnedlitz als Beschützer des Volkes. „Wann können Sie wirklich heuchlerisch sein, Frau Rendi-Wagner?“, fragt er. Er ist sauer: „Sie waren beim Thema Sanktionen und Impfpflicht und all den anderen Krönungsskandalen immer auf der Seite des Bundeskanzlers und haben ihn dreimal gegen die Misstrauensanträge der FPÖ verteidigt. Sie sind auch Übeltäter.“ es geht um das unanfechtbare Parteienrecht der Systemparteien“.

Nav-Compte rfi Hora08.07.2022, 14:38 | Zeit: 08.07.2022, 17:05

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