Garmisch-Partenkirchen: Ermittlungen gegen drei Bahnangestellte wegen fahrlässiger Tötung

Bei Garmisch-Partenkirchen Nach Zugunglück: Ermittlungen gegen drei Bahnangestellte wegen fahrlässiger Tötung

Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Zwei zerschnittene Waggonteile stehen an der Bundesstraße

© Angelika Warmuth / DPA

07.06.2022, 11:43 1 min Lesezeit

Fünf Menschen sterben, weil ein Regionalzug bei Garmisch-Partenkirchen entgleist. Am fünften Tag nach dem Unfall wird nach der Ursache und möglichen Schuldigen gesucht.

Nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen hat die Staatsanwaltschaft München II Ermittlungen gegen drei Personen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. Bei den Angeklagten handele es sich um Mitarbeiter der Deutschen Bahn, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Regionalzug Garmisch-Partenkirchen Richtung München ist am Freitagnachmittag kurz nach der Abfahrt entgleist.

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Vier Frauen und ein 14-jähriger Mann aus der Region wurden getötet und etwa 40 verletzt. Eine Frau befindet sich weiterhin in kritischem Zustand. Unter den ermordeten Frauen sind zwei ukrainische Mütter, die mit ihren Kindern nach Bayern geflüchtet waren.

Die Ermittlungen zur Unfallursache werden von einer Soko „Zug“ durchgeführt. Auch die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung ist beteiligt. Die Deutsche Bahn teilte mit, dass sie sich aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht äußern könne. “Wir tun natürlich unser Bestes, um die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung der Unfallursache zu unterstützen”, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag.

fs DPA

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