Gärtner werden jünger und grüner

oci

Neun von zehn österreichischen Kellern haben einen eigenen Garten, Terrasse oder Balkon. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine eigene Vegetation mehr Zufriedenheit bringt, Gärtner immer jünger, Klima- und Artenschutz immer wichtiger werden.

13.07.2022 19.30

Online seit gestern, 19.30 Uhr

Rund 93 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher verfügen über eine eigene Grünfläche. Vor allem in den wärmeren Monaten verbringt mehr als die Hälfte dieser Personengruppe mehr als zwei Stunden auf ihrer persönlichen Grünfläche. Das sind die Ergebnisse einer Befragung von 600 Befragten des Peter Filzmaier Instituts für Strategische Analyse. Die Umfrage wurde von der Umweltbewegung Natur im Garten in Auftrag gegeben.

Die Bedeutung der Gärten wurde laut einem anderen Umfrageergebnis durch die Pandemie sogar noch gesteigert. Seitdem steht ein Drittel sogar noch länger auf privaten Grünflächen. Die meisten sind Menschen zwischen 16 und 29 Jahren. Rund 80 % der Befragten verbinden ihre persönliche Grünfläche auch mit Erholung, Entspannung, Wohlfühloase, Ruhe und natürlichem Gleichgewicht.

Auch öffentliche Grünanlagen sind beliebt

Aber nicht nur die eigene Grünfläche gefällt den Befragten, sondern auch die Öffentlichkeit. Etwa zwei Drittel der Befragten gaben an, sehr zufrieden oder zufrieden mit den Grünflächen ihrer Gemeinden zu sein. Zudem gaben 86 Prozent an, dass ihnen die natürliche Pflege öffentlicher Grünflächen sehr wichtig oder wichtig ist. Für mehr als 80 Prozent der Befragten ist der Klimaschutz auch beim Gärtnern besonders wichtig.

„Man könnte sagen, dass Naturliebhaber im Garten jünger, glücklicher und grüner geworden sind. So könnte man die Entwicklung der Natur im Garten und Gartenbau in Niederösterreich in den letzten Jahren beschreiben“, resümierte Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) bei der Vorstellung der Umfrage.

Seit über 20 Jahren ist die Natur im Garten aktiv

Neben der Zufriedenheit mit dem eigenen und öffentlichen Grünraum wurde auch Zufriedenheit von der ökologischen Bewegung „Natur im Garten“ gefordert. Er ist seit über 20 Jahren in Niederösterreich tätig. „Natur im Garten bedeutet für uns einen ganz konkreten Beitrag, den jeder für das Klima, die Umwelt und den Artenschutz leisten kann. Direkt vor der Tür, im unmittelbaren Lebensbereich“, erklärt der Stadtrat. Für viele Landsleute sei die Bewegung ein kompetenter Ansprechpartner und Anlaufstelle für naturnahes Gärtnern, sagt Eichtinger. Das werde seiner Meinung nach auch weiterhin in sein die Zukunft.

Die Auswirkungen der Natur im Garten auf die Bevölkerung sind den Ergebnissen der Umfrage zufolge durchaus beeindruckend. Unter anderem ist die Reflexion über den ökologischen Gartenbau, das Bewusstsein und die tatsächliche Umsetzung bei den Befragten gestiegen. „Und es zeigt den besten Grund für die Menschen in diesen Daten. Die meisten von ihnen sagen: ‚Es hat mir zu einer besseren Lebensqualität geführt’“, schließt Peter Filzmaier.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *