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Die Energie Steiermark hat am Freitagabend eine weitere Preiserhöhung für Erdgas und Fernwärme angekündigt. Der Gaspreisindex ist seit Januar um 90 Prozent gestiegen, daher ist eine Preisanpassung erforderlich.
18.06.2022 19.06.2022
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Laut Energie Steiermark wird nicht die gesamte Preiserhöhung an die Kunden weitergegeben. Allerdings müssen sich die Kunden an der Erhöhung der Gaseinkaufspreise beteiligen, sagt Unternehmenssprecher Urs Harnik: „Per 1. September werden wir die Preise um 58 Prozent anpassen.“ Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet dies Mehrkosten von rund 29 Euro im Monat.”
Die Heizpreise steigen um bis zu 50 Prozent
Auch für die Fernwärme gibt es Auswirkungen: Auch hier wird es zu Beginn der Heizsaison im September eine Preisanpassung geben, der sich das Land noch zustimmen muss. Man gehe derzeit von bis zu 50 Prozent aus, was monatlichen Mehrkosten für ein durchschnittliches Eigenheim von etwa 30 Euro entspreche, so Harnik. Allerdings ist die aktuelle Entwicklung der Gasversorgung noch nicht berücksichtigt.
Erst im März mussten die Steirer deutliche Strompreiserhöhungen hinnehmen – mehr dazu unter Strompreise steigen um durchschnittlich 250 Euro (27. März 2022).
Geplante Hilfe für schwierige Fälle
Hilfe für Schwierigkeiten soll es laut Energie Steiermark geben, so Harnik: „In Zusammenarbeit mit Caritas, Energie Graz und der Stadt Graz haben wir einen Fonds für Schwierigkeiten geschaffen. Er ist mit rund 700.000 Euro dotiert.“ In Juli erhalten mehr als 20.000 Steirer einen zusätzlichen Heizkostenausgleich von rund 300 Euro.“
Zwei Milliarden für erneuerbare Energien
Laut Christian Purrer und Martin Graf, Vorstandsmitglieder der Energie Steiermark, ist es wichtig, den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmebereich weiter voranzutreiben, um fossile Energieträger abzulösen. In den Haushalten der nächsten Jahre ist ein Investitionsprogramm von rund zwei Milliarden Euro für den Bau von Erneuerbare-Energien-Projekten geplant.
Insgesamt werden 300 Millionen Euro für Heizprojekte erwartet, sagt Firmensprecher Urs Harnik: Einerseits sei es die gezielte Verwertung von Abfällen, es seien das Bio-Solar-Projekt im Süden von Graz und weitere Projekte, die zur Ernährung beitragen mehr erneuerbare Energien in Fernwärmenetze. Und im Gasbereich geht es darum, mit grünem Wasserstoff und Biogas unsere Abhängigkeit von Russland schnell und nachhaltig zu reduzieren.“