Veröffentlicht am 29. Juli 2022, 02:24
Gaskrise: «Die Schweiz muss sich mit der EU abstimmen»
Die Schweiz sei im Winter auf Strom aus dem Ausland angewiesen, weshalb es wichtig sei, eng mit der EU zusammenzuarbeiten, sagt Energieministerin Simonetta Sommaruga in einem Fernsehinterview.
Bildschirmfoto SRF/«10vor10»
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Simonetta Sommaruga äußert sich in einem Fernsehinterview zur Gas- und Energiekrise.
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Eine Zusammenarbeit mit der EU sei notwendig, so der Energieminister.
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Und auch in der Schweiz kann jeder einen Beitrag leisten.
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An einer öffentlichen Kampagne wird derzeit gearbeitet.
«Die Schweiz sollte sich beim Gas an die EU anschliessen», sagt Simonetta Sommaruga am Donnerstagabend im Interview mit «10vor10». Denn im Winter ist die Schweiz auf Energieimporte angewiesen. “Das bedeutet, dass wir mit unseren europäischen Nachbarn zusammenarbeiten müssen, um sicherzustellen, dass wir gut koordiniert sind.” Kein Land kann für sich selbst sorgen. “Gleichzeitig muss jedes Land tun, was es kann, um auf eine mögliche Krise vorbereitet zu sein.”
Damit stellt sich die Frage, ob die Schweiz wie die EU ab August bis zu 15 Prozent beim Gas sparen wird. Dies sei laut Sommaruga noch nicht entschieden. «Der Bundesrat wird entscheiden. Wir prüfen das, weil es wichtig ist, der EU zu zeigen, dass auch wir einen Beitrag leisten.»
Auch jeder kann einen Beitrag leisten. So können Sie beispielsweise auf langes Duschen oder den Einsatz einer Klimaanlage verzichten. Aus ihrer Sicht sind bereits im Ausland durchgeführte Kampagnen zur Motivation zum Spritsparen nun nutzlos. „Für uns ergibt das keinen Sinn. Wenn man den Leuten sagt, sie sollen jetzt weniger mit Gas heizen, schütteln sie den Kopf. Zu Recht.“ Aber sie arbeiten an einer großen öffentlichen Kampagne – in Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Industrie – um zu zeigen, was jeder mit Blick auf Herbst und Winter tun kann.
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(Roy)