Gaskrise: Markus Söder befürchtet ein Nord-Süd-Gefälle

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder witterte eine Nord-Süd-Verschwörung, noch bevor die Gasknappheit ein Thema war. Kurz nach der verlorenen Bundestagswahl hat er gesagt, er sei Teil eines neuen “bayerischen Narrativs”, um den Unterschied zwischen “Ampel Nord” und “freiem Süden” aufzulösen, das gegen die neue Bundesregierung verteidigt werde. Sind die aktuellen Befürchtungen, dass vor allem der Süden unter Gasknappheit leiden könnte, nur ein Scherz?

Bayern weit von sich entfernt. Als besonders eklatanten Beleg für ihren Verdacht führten sie kürzlich einen Auftritt von Klaus Müller, dem Vorsitzenden der Bundesnetzagentur, an. Künftig werde es „ein neues Nord-Süd-Gefälle“ geben, denn Gas werde künftig „aus Norwegen über Holland und Belgien kommen“. Betroffen seien nicht zuletzt diejenigen, die „in den letzten Jahren mit ausgestreckten Beinen und selbstbewusst gehandelt haben, weil sie in einer sehr günstigen geografischen Lage lebten“.

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