Gasturbinen bei Birr: Das Versuchskraftwerk wird diesen Winter keinen Strom liefern

Die Gasturbinen in Birr sind noch nicht fertig

Das Versuchskraftwerk wird in diesem Winter keinen Strom liefern

In diesem Winter könnte es zu Stromausfällen kommen. Gaskraftwerke sind darauf ausgelegt, Spitzenlasten zu entlasten. Das Testkraftwerk von Ansaldo Energia bei der Birr AG wird als Hoffnungsträger vermarktet. Aber in diesem Winter wird es nicht verwendet.

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Auf das Versuchskraftwerk der Birr AG wurden diese Woche grosse Hoffnungen gesetzt.

Thomas Müller

Das Versuchskraftwerk der Birr AG ist seit Jahren in Betrieb. Die beiden Turbinen der Anlage von Ansaldo Energia können mit Gas, aber auch mit Öl betrieben werden. Das Feld verfügt über eine Gasanbindung durch eine Gaspipeline, einen Anschluss an das Stromnetz und eigene Öllagerstätten.

Genau aus diesem Grund steht das Bundesamt für Energie unter der Leitung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga (62) seit Februar mit dem Betreiber in Kontakt bezüglich eines Einsatzes ab 2025. Auch beim Strom wurde in diesem Winter der Produktionsstart verifiziert. Aufgrund der drohenden winterlichen Energieknappheit war das Kraftwerk diese Woche ein Thema. Sie wurde in der «Aargauer Zeitung» und der «SonntagsZeitung» als möglicher Retter einer Stromkrise in diesem Winter vermarktet. Doch diese Hoffnung wird enttäuscht.

Keine Energie von den Turbinen

Bei kurzfristiger Inbetriebnahme sollte die Anlage zunächst überprüft werden. An der Pressekonferenz im Kanton Aargau hieß es, man stehe in Kontakt mit dem Betreiber des Kraftwerks, um sowohl eine langfristige Inbetriebnahme in der Zukunft als auch einen Brückenbetrieb zur Hauptverkehrszeit in diesem Winter zu prüfen. Volllastproduktion ist in diesem Winter noch nicht möglich.

Auf Anfrage von Blick legte Marianne Zünd, Sprecherin des Bundesamtes für Energie, nach: «Aus dem Versuchskraftwerk Birr wird diesen Winter kein Strom kommen. Es laufen aber Verhandlungen mit einigen Anlagenlieferanten, die einen liefern könnten Leistung von mehr als 300 Megawatt zur Stromerzeugung aus Gas in diesem Winter.” Konkrete Standorte will das Bundesamt aber noch nicht nennen.

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