Gazprom drosselt erneut seine Gasversorgung durch die Ostseepipeline

Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will Russland mit Lieferkürzungen Unruhe stiften. „Die Begründung von russischer Seite ist nur vorgetäuscht. Es ist offensichtlich die Strategie, Unsicherheit zu schaffen und die Preise in die Höhe zu treiben“, sagte der Grünen-Politiker in Berlin.

„Derzeit sind die Mengen am Markt zu erwerben, wenn auch zu hohen Preisen. Derzeit wird noch gelagert“, sagte Habeck. „Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet“. Die Situation wird jedoch genau beobachtet und es gibt eine enge Kommunikation über Krisenstrukturen. „Die aktuelle Situation zeigt aber auch, dass Energiesparen angesagt ist. Und natürlich werden wir bei Bedarf auch staatliche Maßnahmen ergreifen.“ Gasspeicher in Deutschland waren zuletzt zu etwa 56 Prozent gefüllt.

Für Deutschland ist Nord Stream 1 die wichtigste russische Gasversorgungsleitung. Die Jamal-Europa-Linie, die Polen durchquert, war zuvor nicht gefüllt worden. Der russische Gastransit durch die Ukraine wird ebenfalls reduziert. Die Energiepreise sind unter anderem aufgrund früherer Restriktionen gestiegen, weil generell weniger Gas aus Russland nach Europa fließt.

Eine zweite Gasturbine, die ebenfalls 2022 planmäßig gewartet werden soll, befinde sich noch in Russland, sagte eine Siemens-Energy-Sprecherin am Mittwoch. Wann genau die Wartung dieser Turbine geplant ist, machte das Unternehmen nicht.

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