Gazprom verliert voraussichtlich den Erdgasspeicher Haidach

Der staatliche russische Energiekonzern Gazprom steht kurz davor, die Nutzungsrechte am Erdgasspeicher in Haidach (Salzburg) zu verlieren.

Heute soll die Novelle des Gaswirtschaftsgesetzes bekannt gegeben werden, die es der nationalen Energieregulierungsbehörde E-Control endlich ermöglicht, nicht von Gazprom genutzte Speicherkapazität einem anderen Unternehmen zuzuweisen.

Allerdings wird der Speicher nicht sofort entfernt, sondern erst in einem zweiten Schritt. Zum einen verpflichtet das Gesetz den „Speichernutzer“ – in diesem konkreten Fall Gazprom Export – dazu, „die systematisch ganz oder teilweise ungenutzte reservierte Kapazität“ unverzüglich anderen anzubieten oder an das Unternehmen zurückzugeben. – im Fall der Tochtergesellschaft von Gazprom GSA.

„Verwenden oder verlieren“: Verwenden oder aufgeben

Kommt der Speichernutzer dieser Verpflichtung nicht nach, hat das Speicherunternehmen GSA gemäß der § 104 Abs. 4 entsprechenden Verfassungsvorschrift „die reservierten, aber systematisch ungenutzten Speicherkapazitäten nach schriftlicher Aufforderung unverzüglich vom Speichernutzer zu entfernen“. Reservierte Speicherkapazitäten, die ab dem 1. Juli zu weniger als zehn Prozent ausgelastet sind, gelten als systematisch ungenutzt.

Der Rückzug des Speichers liegt in der Luft, weil Gazprom seinen Speicher in Haidach seit dem russischen Angriff auf die Ukraine nicht mehr genutzt hat. Die österreichische Regierung hat darauf reagiert, indem sie das Prinzip „Use it or lose it“ im Gaswirtschaftsgesetz verankert hat. Gesetzlich vorgeschrieben war auch der Anschluss des Gasspeichers in Haidach an das österreichische Gasnetz. Derzeit ist Haidach nur an das deutsche Gasnetz angeschlossen. Der Speicher ist derzeit leer.

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