Gefälschte Interpol-Agenten: auch junge Opfer

Chronik

Immer wieder gibt es Anrufe von sogenannten Fake-Polizisten. Die Szenarien werden immer ausgefeilter und selbst für jüngere Opfer oft schwer verständlich. Beispielsweise hatten sich die Betrüger als Interpol-Beamte ausgegeben.

16.06.2022 11.43

Online ab heute, 11.43 Uhr

Ein 26-jähriger Betrüger sei telefonisch als Interpol-Agent aufgetaucht, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Im Zuge von Ermittlungen wegen schwerer Kriminalität sei die Identität des 26-Jährigen mit zahlreichen Bankkonten verknüpft worden, sagte der Anrufer. Er läuft nun Gefahr, dass seine Ersparnisse beschlagnahmt werden. Da es sich um eine internationale Ermittlung handelt, sollte sich der 26-Jährige auf keinen Fall an die österreichische Polizei wenden.

Der Betrüger setzte das Opfer dann verbal unter Druck, riet ihm, seine Identität zu ändern und seine Ersparnisse zu überweisen, um die Bitcoin-Geldbörsen zu sichern. Der 26-Jährige folgte den Anweisungen und tätigte auf Anweisung des Tatverdächtigen Bargeldgeschäfte. Es entstand ein Schaden im unteren fünfstelligen Eurobereich.

Das Opfer soll Kryptowährungen transferieren

Ein automatisiertes System meldete sich telefonisch bei einem 37-jährigen Mann, der inzwischen mit Interpol verbunden war. Ein mutmaßlicher Interpol-Beamter berichtete später auf Englisch, dass Dokumente gefunden worden seien, die Straftaten zugeordnet werden könnten. Gesichert wurden unter anderem die Papiere mit der Identität des 37-Jährigen. Sie sollten nun klären, welche Konten Ihnen gehören.

Das Opfer gab anschließend seine Kontodaten an und wurde wiederholt aufgefordert, eine Vielzahl von Kryptowährungstransaktionen durchzuführen. Schaden entstand im durchschnittlichen fünfstelligen Eurobereich. „Die Polizei fragt niemals telefonisch nach Bargeldtransaktionen“, sagte die Agentur. “Verdächtige Anrufe beenden und 133 wählen”.

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