Verkehr
In und um Mauthausen (Kreis Perg) wird befürchtet, dass die zweite Donaubrücke viel Verkehr in die Region locken wird, vor allem neue. Das Land weist diese Gerüchte zurück und nennt die Behauptungen falsch.
25.07.2022 14.05.2022
Online seit heute, 5.14 Uhr
Die Umweltverträglichkeitsprüfung der zweiten geplanten Brücke, die etwa 700 Meter von der bestehenden über die Donau gebaut wird, ist noch nicht abgeschlossen. Der Bürgermeister von Mauthausen, Thomas Punkenhofer (SPÖ), befürchtet, dass die beiden Bundesstraßen B3 und B123 in seiner Gemeinde mit einer zweiten Brücke überlastet werden. Der B123 ist schon an der Leistungsgrenze. Eine zweite Donaubrücke wäre eine neue Route nach Ennshafen für den aus Norden kommenden Verkehr, was begleitende Maßnahmen auf dieser Straße erfordern würde. Punkenhofer fordert deshalb mehr Nebenstraßen.
Steinkellner: „Falsche Behauptungen“
Bürgerinitiativen südlich der Donau kritisieren, dass eine zweite Brücke mehr Straßenverkehr und damit mehr Lkw-Verkehr auf die niederösterreichische Seite locken werde. Verkehrsminister Günther Steinkellner von der FPÖ sagt: „Hier werden falsche Behauptungen aufgestellt.“ Es werde keine neue Transitstrecke gebaut, sondern regionaler Wirtschaftsverkehr, “deshalb brauchen wir diese neue Brücke.”
Land Oberösterreich
Baubeginn der neuen Donauquerung soll 2024 sein, 2027 soll die neue Brücke fertig sein und die Sanierung der alten Brücke beginnen.