Das ukrainische Militär setzt bei seinem Gegenangriff auf russisches Territorium im Süden auf eine Taktik, die anderswo im Land bereits erfolgreich war: gezielte Schläge, um Nachschubwege für das russische Militär abzuschneiden. Nach Angaben des britischen Geheimdienstes wurden alle drei Brücken über den Dnipro bei Cherson unbrauchbar gemacht, wodurch die Stadt effektiv von russischen Lieferungen abgeschnitten wurde.
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Christian Körber (Text), Akos Heves (Bild), Aida Kastrat (Video), Iris Preißler (Schnitt), alle ORF.at/Agenten
Neben dem Donbass ist der Kampf um Cherson derzeit wohl der wichtigste Kriegsschauplatz. Die Ukraine versucht mit Gegenangriffen verlorenes Territorium zurückzugewinnen. Die beiden wichtigsten Straßenbrücken, die die russischen Streitkräfte mit der Besatzungszone am Westufer des Dnjepr in der Region Cherson verbinden, seien für umfangreiche Militärlieferungen wohl nicht mehr nutzbar, teilte das britische Verteidigungsministerium aufgrund einer Geheimdienstlage mit. Bericht
Auch die Eisenbahnbrücke beschädigt
Die Haupteisenbahnbrücke bei Cherson soll den größten Schaden erlitten haben. Um den militärischen Nachschub zu organisieren, setzte Moskau zuletzt vor allem auf eine Fährverbindung in der Nähe der Brücke.
Selbst wenn es Russland gelänge, die Brücken im großen Stil zu reparieren, wären sie immer noch ein großer Schwachpunkt. „Die Versorgung der Tausenden russischen Soldaten am Westufer hängt mit ziemlicher Sicherheit von den beiden Pontonbrücken ab“, sagte das Ministerium. Angesichts der begrenzten Nachschublinie dürfte die Menge der bisher im Westjordanland gelagerten Vorräte zu einem entscheidenden Faktor für russische Truppen in der Region werden.
Wohin führt der Krieg in der Ukraine?
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