Geheimdienstchef Christian Dussey zur Sicherheitslage in der Schweiz

Neuer Chef des Geheimdienstes zur Sicherheitslage in der Schweiz

„Die Cyberbedrohung hat seit Kriegsbeginn zugenommen“

Der Krieg in der Ukraine hat auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in der Schweiz. Inwieweit, erklärt der neue Chef des Geheimdienstes, Christian Dussey, auf einer Pressekonferenz.

Gepostet: 14:04 Uhr

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Aktualisiert: vor 51 Minuten

Laut Geheimdienstchef Christian Dussey (56) hat die Spionagegefahr in der Schweiz in den letzten Jahren stetig zugenommen. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) wisse, dass mehrere Dutzend russische Spione in Genf aktiv seien, dem «Herz der Spionageaktivitäten in der Schweiz», sagt Dussey im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger».

Spionage sei deshalb seit langem ein Schwerpunkt des NDB, sagt das Wallis, das den Geheimdienst seit April führt. Die Situation wurde durch den Krieg in der Ukraine nicht verschärft. Andererseits habe “seit Kriegsbeginn die Cyberbedrohung zugenommen”. Sie ist „sehr real“, sagt Dussey.

Die terroristische Bedrohung ist nach wie vor hoch

Der NDB hat am Montag einen Bericht zur aktuellen Sicherheitslage in der Schweiz veröffentlicht. Die Bedrohung durch den Terrorismus wird auch Thema des aktuellen Geschäftsberichts sein.

Die terroristische Bedrohung durch den Islamischen Staat und seine Unterstützer bleibe hoch, sagt Dussey. Auch die Bedrohung durch Al-Qaida bleibt aktuell. Diese Bedrohung breitet sich jedoch immer weiter aus, da sie ab 2020 zunehmend davon abhängig ist, dass Einzelpersonen isoliert agieren. Langfristig ist vor allem in afrikanischen Ländern mit einem Wiedererstarken der dem Islamischen Staat verpflichteten regionalen Gruppen zu rechnen. (SDA / lha)

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