Der Rentnerverband will “zügig” Verhandlungen über Rentenanpassungen führen. Sie gehen mit einem bestimmten Ziel ins Rennen.
“Wir wollen keine Millionen, wir wollen essen, heizen, leben!”, sagt der Präsident des Österreichischen Pensionistenverbandes, Peter Kostelka, wenn es um die Rentenerhöhung für das kommende Jahr geht. Die am Freitag von der Statistik Austria veröffentlichte Schnellschätzung, dass die Inflation in Österreich im Juli auf 9,2 % gestiegen ist, ergibt einen „rein rechnerischen“ Rentenanpassungsfaktor von 5,8 %. Aber man will mehr, viel mehr, wie Kostelka sagt.
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“Wenn sie endlich bei den Großen ankommen, ist Geld wieder weniger wert”
„Aber das wird noch lange nicht reichen“, sagte Kostelka. Schauen Sie sich lieber eine Zahl an, die Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) bereits als “realistische Verhandlungsgrundlage” in den Raum geworfen hat, nämlich zehn Prozent. Zudem seien laut Kostelka “harte” Verhandlungen versprochen worden. „Damit soll sichergestellt werden, dass wie im Vorjahr eine Rentenanpassung (nur 1,8 Prozent durch den ÖVP-Kanzler, damals Sebastian Kurz) verordnet und ohne Verhandlungen durchgeführt wird“, sagt er in einer Aussendung.
Gleichzeitig warnt Kostelka davor, dass die ältere Generation immer ärmer wird, wenn die Rentenanpassung wieder unter der aktuellen Inflationsrate liegt. „Wie sich auch gezeigt hat, ändert sich daran nichts, auch einmal hastig erfundene, aber monatelang umgesetzte Einmalzahlungen. Bis sie endlich bei den Älteren ankommen, ist das Geld schon weniger wert oder schon aufgewendete Zeit.“ so Kostelka.
“Bis heute ist bei der überwiegenden Mehrheit der Rentner kein Cent der versprochenen Beträge angekommen!”
Was ihn besonders stört: „Bis heute ist bei der überwiegenden Mehrheit der Rentner kein Cent der versprochenen Beträge angekommen!“ Kostelka sieht eine Rentenerhöhung von 10 Prozent nicht als übertrieben an: „Eine 10-prozentige Erhöhung ist angesichts der zuletzt um rund 15 Prozent gestiegenen Realpreise des Wocheneinkaufs keine überproportionale Forderung, sondern im Gegenteil das Gebot der Stunde. “
Nav-Compte rfi Time31.07.2022, 08:55| Veranstaltung: 31.07.2022, 08:55