Aus „Nur für Schwimmer“ soll „Nur für Schwimmer“ werden: In der Stadt Zürich sollen Informations- oder Leittafeln mit geschlechtsspezifischen Bezeichnungen ersetzt werden. Ziel ist es, eine geschlechtergerechte Sprache im Alltag zu fördern. Erstmals berichtete das Online-Magazin Todernst.ch.
Die Stadt Zürich hat Anfang Juni angekündigt, dass in offiziellen Texten neu Geschlechtersterne oder geschlechtsneutrale Formen verwendet werden. Laut Lukas Wigger, Sprecher des Präsidiums der Stadt Zürich, sollen künftig auch Texte an Tafeln im Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung geschlechtergerecht verfasst werden.
Der Grund für den Wechsel: „Die Inklusion von nicht-binären Menschen ist uns sehr wichtig“, sagt Wigger. Mit dieser sprachlichen Integration will die Stadt ein Zeichen der Akzeptanz setzen. Ob die Schilder bereits ausgetauscht wurden, ist nicht bekannt: „Es gibt keine stadtweite Übersicht über etwaige Hinweisschilder, die aufgrund der geänderten Verordnungen angepasst wurden“, sagt Wigger.
Gemäss Manuela Schläpfer, Sprecherin des Sportdepartements der Stadt Zürich, soll die Beschilderung Schritt für Schritt erneuert werden, wie es das Reglement vorschreibt. „Die Tafeln und Beschilderungen der Sportanlagen werden bei Bedarf ausgetauscht. Sie werden beispielsweise ersetzt, wenn sie nicht mehr lesbar sind, sich eine inhaltliche Änderung ergibt oder bauliche Maßnahmen getroffen werden müssen.“ Ab sofort wird jedoch für alle neu produzierten Tafeln eine geschlechtsneutrale Schreibweise verwendet.