Gnonto debütiert mit Italien und wird von der Presse und Roberto Mancini gelobt

Starker Einstand: Wilfried Gnonto setzt sich gegen den Deutschen David Raum durch Bild: keystone

05.06.2022, 06:2405.06.2022, 06:43

Am Samstagabend startete Europameister Italien mit einem 1:1 gegen Deutschland in die Nations League. Mitten im Geschehen: Wilfried Gnonto, Stürmer des FC Zürich, Schweizer Meister. Der Youngster wurde in der 65. Minute eingewechselt und feierte mit nur 18 Jahren sein Länderspieldebüt.

Und Gnonto braucht kaum Zeit, um sich gut in die „azzurri“ einzufügen. Bei einem Schuss von rechts auf rechts parierte Lorenzo Pellegrini jedoch. Der 18-Jährige zeigte auch danach weiter sein Talent und begeisterte nicht nur seinen Trainer, sondern auch die zuletzt kritische italienische Sportpresse. Das sind die Reaktionen.

Trainer Roberto Mancini

Auf der Pressekonferenz wurde der Bundestrainer nach seinen Eindrücken von Gnonto gefragt. Und das zeigte, wie sehr er an den FCZ-Stürmer denkt. „Gnonto ist ein starker Spieler, er kann alles, er ist extrem schnell und er ist 18 Jahre alt“, sagte der „Technische Kommissar“. Er fuhr fort: “Er ist ein Stürmer mit großartigen Qualitäten und kann sich noch stark verbessern.”

Roberto Mancini gibt Gnonto die letzten Anweisungen, bevor er nach oben geht. Bild: IMAGO / LaPresse

Die Presse

Auch die Medien waren nach Gnontos Debüt begeistert. FCZler erhielt von allen bekannten Zeitungen und Sendern mindestens eine 7 auf der traditionellen Skala von 1 bis 10.

Sky Sport – Hinweis 7

„Das ist uns damals einfach aufgefallen. Eine Ballkontrolle von rechts und eine niedrige Hereingabe, die Pellegrini vor dem leeren Tor findet. Dann eine Reihe energischer und mutiger Annäherungsversuche.“

Die Republik – Notizen 7

„Mit einem ersten Funken verlässt er Kehrer und lässt Pellegrini jubeln. Er hatte noch nie in Italien gespielt: vom Haustier zum Star.“

Auch nach seiner Assistenz wusste Gnonto zu überzeugen Bild: IMAGO / ZUMA Wire

Eurosport Italien – Note 7

„Was für ein Debüt! Er schüttelt sofort die rechte Seite und gibt Pellegrini den perfekten Ball zum Weiterkommen. Dann zahlreiche Vorstösse und tolle Beförderungen. Als wäre er mit ein paar Mitspielern auf dem Hof.“

Corriere della Sera – Anmerkung 7

„Das ist uns damals einfach aufgefallen. Das Spiel endet als Mittelstürmer und die Deutschen kämpfen um die Kontrolle. Er ist achtzehneinhalb Jahre alt. Ein Auserwählter“.

tuttoomercatoweb – Hinweis 7.5

„Was für einen Einfluss auf das Spiel er sofort hatte. Er greift ein und protzt sofort, schießt dann das erste Tor: Er liefert einen Ball zu Pellegrini, der nur noch das Netz treffen muss.

Kapitän Alessandro Florenzi gratuliert Gnonto nach seiner Präsentation Bild: IMAGO / LaPresse

Wilfried Gnonto

Derselbe Spieler sprach auch über sein Debüt nach dem Spiel; schließlich war er ein Mann, der für Interviews gesucht wurde. Er hat Rai ausführlich darüber informiert, wie er sich nach seinem erfolgreichen Debüt fühlt.

Wilfried Gnonto über …

… seine ersten Gehversuche in der Auswahl:

„Das ist uns damals einfach aufgefallen. Ich genieße diesen Moment und jedes Training. Hier zu sein ist ein Privileg. Unser Trainer hat mir heute eine Chance gegeben und ich denke, ich habe das Beste daraus gemacht. Das verdanke ich alles meinen Eltern, die so viel geopfert haben, seit ich klein war. Ich versuche ihnen so viel wie möglich zurückzugeben und hoffe, dass sie stolz sind.”

… über Ihre Mithilfe:

„Ich wusste, dass Kehrer bereits verwarnt war. Ich wollte unbedingt mit ihm feilschen und ich wusste, dass Flanken für den Torhüter und die Abwehr am schwierigsten sind. Als Stürmer muss man etwas bewegen. Ich habe es heute verstanden.“

… über seinen Umzug in die Schweiz

„In meinem Alter muss man spielen. Ich bin ein großes Risiko eingegangen. Ich war bei Inter, meiner Heimat, aber es gibt Zeiten, in denen man schwierige Entscheidungen treffen muss. Zum Glück waren meine Eltern und meine Berater ganz in meiner Nähe.“

Wilfried Gnonto verließ Inter im Alter von 16 Jahren und wechselte zum FC Zürich. Bild: IMAGO / Sportimage

… über Ihr nächstes Modell:

“Raheem Sterling. Er ist ein Weltklassespieler. Er ist auch sehr vielseitig und entscheidungsstark mit seinen Aktionen. Das versuche ich auch. Ich möchte in der Lage sein, auf allen Angriffspositionen zu spielen.”

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Quelle: Imago / Leber

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Während die Schweiz am Donnerstag in die Nations League aufgestiegen ist (und mit 1:2 gegen Tschechien verloren hat), waren heute andere Mannschaften dabei. Darunter auch die beiden mehrfachen Weltmeister Italien und Deutschland, die sich in Bologna gegenüberstanden.

Eigentlich hätte das Spiel aufgrund von UEFA-Sanktionen ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen. Aber es waren wohl mehr als 30.000 Menschen im Stadion, denn die Ungarn kennen die Details des Reglements. Diese besagt, dass bei Geisterspielen eine unbegrenzte Anzahl von Kindern unter 14 Jahren anwesend sein darf, plus je zehn Kinder eine erwachsene Begleitperson. Und so war das Spiel kein Geisterspiel, sondern fast normal in Ungarn. So normal jedenfalls, dass die Engländer von den Kindern ausgebuht wurden, als sie vor dem Start auf die Knie gingen, um gegen Rassismus zu protestieren.

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