Goch: Acht Kinder wurden bei einem schweren Unfall auf der B9 verletzt

7. Juli 2022 um 16:48 Uhr

Träger der Feuerwehr Wegberg: Acht Kinder wurden bei einem schweren Unfall in Goch verletzt

5 Fotos Zwölf Verletzte bei einem Unfall mit einem Feuerwehrmann in Goch
Foto: Evers, Gottfried (Abend)

Goch Acht Kinder und vier Erwachsene sind am Donnerstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B9 verletzt worden. Ein Transportfahrzeug der Jugendfeuerwehr Wegberg kollidierte mit dem Auto einer Frau aus Bedburg-Hau.

In Pfalzdorf ist es am Donnerstag zu einem schweren Unfall gekommen. Bei der Kollision zwischen einem Personentransporter und einem Pkw wurden insgesamt zwölf Menschen verletzt, darunter acht Kinder und Jugendliche.

Nach Informationen unserer Redaktion waren beim Transport der Ausrüstung Angehörige der Jugendfeuerwehr Wegberg (Kreis Heinsberg) mitgefahren. Sie waren in den Sommerferien zum Zelten an den Eyller See in der Nähe von Kerken gereist und es sieht so aus, als würden sie von einem Ausflug zurückkehren. Am Donnerstag gegen 15 Uhr fuhren die sechs Kinder und Jugendlichen mit ihren drei Betreuern im Gerätetransport auf der Bundesstraße 9 in Richtung Kleve. Der schwere Unfall ereignete sich etwa 100 Meter hinter der Einmündung in die Klever Straße in Fahrtrichtung Pfalzdorf.

Nach Angaben der Polizei kam der Kleinbus der Jugendfeuerwehr von seiner Fahrspur auf die Gegenfahrbahn ab. Die Gründe dafür muss die Polizei noch ermitteln. Das Feuerwehrauto kollidierte mit dem Mitsubishi und näherte sich einer 50-jährigen Frau aus Bedburg-Hau. Neben dem 50-jährigen Mann befanden sich zwei Kinder im Alter von neun und zwölf Jahren im Auto. Laut Polizei hatte die Frau ihren Geländewagen abgebremst, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Allerdings kam es zu einer Kollision – durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Ford der Jugendfeuerwehr.

Insgesamt wurden bei dem Crash zwölf Menschen verletzt, acht davon glücklicherweise nur leicht. Unter den Leichtverletzten ist auch die 50-jährige Frau aus Bedburg-Hau mit ihren beiden Kindern. Vier der Verletzten wurden zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Am Donnerstagnachmittag war zunächst unklar, ob diese vier Personen das Krankenhaus nach der Untersuchung verlassen können oder ob sie aufgenommen werden.

Aufgrund der großen Zahl an Verletzten und der zunächst unklaren Lage aktivierte die Leitstelle den sogenannten MANV-Alarmplan. Wie die Feuerwehr Goch erklärte, bedeutet diese Abkürzung “Massenopfer”. Je nach Ausmaß des Vorfalls werden die im Alarmplan definierten Rettungsmittel angefordert und bereitgestellt. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 9 wurde alarmiert und war vor Ort, musste dann aber nicht eingesetzt werden.

Für die leicht verletzten Teilnehmer wurde im Gerätehaus der Feuerwehr Goch-Pfalzdorf ein Unterbringungsplatz eingerichtet. Dort wurden sie von Angehörigen der Feuerwehr Goch-Pfalzdorf betreut. Außerdem half die Feuerwehr Goch seinen ausländischen Teamkollegen bei der Heimfahrt und stellte Träger und Teamfahrer für die Heimreise. Dies geschah im Laufe des Nachmittags. Der Polizeiliche Opferschutzdienst kümmert sich um die Verletzten und ihre Angehörigen.

Die B9 blieb während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme komplett gesperrt. Da der Verkehr nicht zügig fließen konnte, bildeten sich rund um die Unfallstelle lange Staus, die sich erst am späten Nachmittag auflösten.

Hier ist die Fotogalerie: Zwölf Verletzte bei einem Unfall mit einem Feuerwehrtransporter in Goch

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