LEADERSNET hat das Gerät getestet, das nun offiziell in Österreich erhältlich ist.
Google hat lange gebraucht, um die Chromecast Remote Control und Google TV in Österreich auf den Markt zu bringen. Der Streaming-Dongle ist seit dem 21. Juni, rund zwei Jahre nach seiner Einführung, in Deutschland erhältlich. Während die Hardware nicht mehr ganz neu ist, kann sich die Performance sehen lassen. Dies wird durch einen mehrtägigen LEADERSNET-Test belegt.
Fernbedienung inklusive Spracheingabe
Wie die meisten dieser Geräte können Sie mit dem “neuen” Chromecast Filme, Programme und mehr aus verschiedenen Anwendungen und Streaming-Diensten auf Ihren Fernseher bringen. Da das Gerät mit der neuen Version von Google TV arbeitet, gibt es ein übersichtliches Menü, das eine gut strukturierte Oberfläche beinhaltet. Ein echter Vorteil ist, dass es im Gegensatz zu früheren Versionen auch mit einer Fernbedienung geliefert wird. Diese verfügt nicht nur über spezielle Buttons für YouTube und Netflix, sondern auch über einen „Google Assistant“-Button. Wenn Sie sie gedrückt halten, können Sie per Sprachbefehl nach Filmen, Serien, Genres, Musik oder anderen Dingen suchen. Das funktioniert genauso gut wie bei Android-Smartphones. Gleiches gilt für die Beantwortung von Fragen (Wissen) oder die Nutzung kompatibler Smart-Home-Produkte (Licht dimmen, Heizungsthermostat steuern etc.). Darüber hinaus kann der Chromecast-Controller auch die Stromversorgung, Lautstärke und Eingangskanäle eines Fernsehers steuern.
Ausgereifte Software
Positiv ist uns auch am installierten Betriebssystem (Google TV) aufgefallen, dass die Organisation der Inhalte verschiedener Anwendungen und Abos wirklich sehr intuitiv funktioniert. Nur die vorgeschlagenen Empfehlungen waren nicht immer angemessen. Das dürfte aber auch mit der relativ kurzen Testphase zusammenhängen. Weil Software jeden Tag etwas Neues lernt, kennen Sie den Besitzer von Chromecast immer besser. In Österreich ist Google TV mit YouTube, YouTube Kids, ORF-TVthek, Netflix, Disney+, Prime Video, DAZN und Apple TV ausgestattet. Darüber hinaus können über 6.500 weitere Anwendungen installiert werden.
Installation und Bildqualität
Die Einrichtung des Übertragungsdongles ist einfach. Alles, was Sie tun müssen, ist Ihr Gerät an einen freien HDMI-Anschluss Ihres Fernsehers anzuschließen und den Anweisungen in der Anwendung „Google Home“ zu folgen. Im LEADERSNET-Test dauerte die Installation weniger als fünf Minuten. Auch von Ihnen installierte Echtzeit-Wiedergabedienste werden schnell registriert. An der Bildqualität gibt es nichts zu meckern. Google TV Chromecast streamt Videos in bis zu 4K HDR mit 60 Bildern pro Sekunde. Allerdings könnte die Rechenleistung für hochauflösende Inhalte etwas besser sein. Gelegentlich kann es zu kurzen Ladepausen kommen. Generell sind aber Filme, Serien, Videos etc. sie funktionieren reibungslos. Auch andere Qualitätskriterien wie natürliche Farbwiedergabe, ordentlicher Kontrast und ausreichende Helligkeit werden erfüllt. Dank HDMI-Passthrough-Kompatibilität ist auch die Wiedergabe von Dolby-Audio-Inhalten möglich.
Fazit und Preis
Obwohl Google lange gebraucht hat, um den Chromecast mit Fernbedienung und Google TV offiziell in Österreich anzubieten, ist das Gerät immer noch aktuell. Das liegt vor allem an der übersichtlichen und durchdachten Software. Die Sprachfernbedienung ist ein weiterer Vorteil, der aber auch verzögert wurde. Immerhin bietet Amazon dieses Gerät schon lange für seine Fire-TV-Sticks an, die ebenfalls 4K-Auflösung bieten. Preislich nehmen sich die beiden Konkurrenten nicht viel. Amazon verlangt für sein Topmodell aktuell gut 60 Euro, Google verlangt in seinem Onlineshop in Österreich 69,99 Euro für den von uns getesteten Chromecast. Die Entscheidung ist also immer noch Geschmackssache, je nachdem, welcher amerikanische Computerriese einem am besten gefällt. (ts)
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