Grenzüberschreitender Austausch zu Verkehrsfragen


Salzburg und Bayern im Gespräch

Salzburg (OTS)(LK) Inlandsstraßen im EUREGIO-Gebiet werden durch die Zunahme der Verkehrszahlen und die Zunahme des LKW- und Ausflugsverkehrs zunehmend verstopft. Da das Thema über die Landesgrenzen hinweg beunruhigt, lud die EUREGIO Vertreter aus Bayern und Salzburg zu einem Verkehrsgespräch ins Landratsamt Berchtesgadener Land in Bad Reichenhall ein. Alle Fotos zum Download

Konkret wurden die großen Herausforderungen im Grenzbereich diskutiert: die Sperrung von Lkw auf den österreichischen Bundesstraßen B147 und B156 mit den Auswirkungen auf die bayerische B20, die Verkehrssituation am Kleinen Deutschen Eck und die mögliche Sperrung im Walserberg derzeit viel diskutiert. Salzburgs Landesverkehrsminister Stefan Schnöll stellte klar: „Wir prüfen derzeit, ob ein Blockumschlag technisch und rechtlich möglich wäre.“ Der Landrat und Vizepräsident der EUREGIO, Bernhard Kern, kündigte für das Berchtesgadener Land an, diese Prüfung abzuwarten und dann. behält sich weitere Schritte vor: “Weil auch klar ist, dass eine Blockbewirtschaftung das untergeordnete Straßennetz in der gesamten Region stark beeinträchtigen würde.”

Die Bürgermeister fordern eine Verbreiterung der Bahn

Angesichts der Situation kritisierten die bayerischen Oberbürgermeister vor allem die „Herausforderungen zu Lasten der bayerischen Seite“. Der Unmut breitete sich auch in München aus. Die bayerische Staatsregierung werde die Region voraussichtlich unterstützen, lautete der einhellige Tenor während des Verkehrsgesprächs. Dies galt nicht nur für den Straßenverkehr. Angesichts der ohnehin schon sehr hohen Investitionen in den ÖPNV in Salzburg kritisierten beide Seiten der Grenze auch die neuerliche Verzögerung beim Ausbau der zweigleisigen europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecke ABS 38 auf bayerischer Seite.

Schnöll: „Bereit für den Tarifverbund“.

Die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein erwägen derzeit die Gründung eines gemeinsamen Verkehrsverbundes, der einen gemeinsamen Tarifbereich für den ÖPNV haben soll. „Der Salzburger Verkehrsverbund ist immer bereit für einen gemeinsamen Tarif mit Bayern. Wir möchten hier schneller etwas umsetzen, damit am Ende ein gemeinsames Tarifgebiet entsteht. Wir brauchen auch eine Machbarkeitsstudie für die Königsseebahn, damit wir Linien erstellen können.“ „Neben der S-LINK gibt es im Grenzgebiet weitere Bahnen.

Salzburg und Bayern: “Verkehr auf der Autobahn”.

Am Ende des Treffens konnte der jetzige Vertreter des Bayerischen Ministeriums für Wohnungswesen, Bau und Verkehr mehrere klare Forderungen nach München bringen, darunter die Prüfung eines Fahrverbots für den Lkw-Verkehr auf der B20 zwischen Simbach/Braunau. (A94) und dem Autobahnkreuz Piding. „Dieser Lkw-Verkehr gehört zur Autobahn“, sagten die Anwesenden auf beiden Seiten der Grenze. Salzburg, Oberösterreich und Bayern sollten in diesem Zusammenhang gemeinsame grenzüberschreitende Verkehrserhebungen durchführen.

Finden Sie im Gegenzug gemeinsam Lösungen

„Die Belastung der Bevölkerung im gemeinsamen Grenzgebiet zwischen Bayern und Salzburg nimmt zu. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns auf Augenhöhe austauschen und Gemeinsamkeiten finden“, sagte EUREGIO-Präsident Norbert Meindl, Bürgermeister des Werbespots Stadt Lofer und Landrat Kern. Auch Landesrat Schnöll begrüßte den Austausch und forderte „absolute Tatkraft und Offenheit“: „Wichtig ist, dass wir hier mit klaren Anweisungen und Forderungen rausgehen.“

Die Abschaffung der Grenzkontrollen wird gefordert

Auch die Frage der Notwendigkeit von Grenzkontrollen am Grenzübergang der Walserbergautobahn auf bayerischer Seite durch das bayerische Innenministerium sollte aus Sicht der Teilnehmer dringend geklärt werden. Beide Seiten forderten seine Abschaffung, insbesondere im Hinblick auf die Möglichkeit der Erschöpfung. Auch Staatsrat Stefan Schnöll sieht den Ausbau der Autobahn A8 skeptisch. „Ein Ausbau dieser Autobahn würde das Verkehrsaufkommen im Grenzgebiet massiv erhöhen. Das kann nicht im Sinne der Verkehrswende sein“, sagt Schnöll.

LKW-Checkpoint und Mautbefreiung

Landesrätin Schnöll betonte, dass im österreichischen Teil mehr Lkw-Kontrollen durchgeführt und eine Lkw-Kontrollstelle eingerichtet werden sollten. Außerdem versprach er dem Landrat Kern, sich weiter für eine Mautbefreiung auf der A10 bis Salzburg-Süd einzusetzen.

Weitere Gespräche wurden vereinbart

„Heute haben wir einen wichtigen Schritt getan, um gemeinsam Lösungen für unsere Region zu finden“, sagten EUREGIO-Präsident Meindl, Landrat Kern und Landrat Schnöll unisono und dankten allen Anwesenden für die konstruktive Diskussion. „Wir haben viele Aufgaben vor uns, denen wir uns gemeinsam stellen müssen. Dazu bedarf es der Solidarität zwischen den Nachbarn Bayern und Salzburg. Wir müssen uns aber weiterhin in München und den Hauptstädten Wien und Berlin Gehör verschaffen und die Herausforderungen hier in der Grenzregion deutlich machen“, sagte Kern. : „Das heutige Gespräch hat gezeigt, dass wir es ernst meinen, das Thema gemeinsam anzugehen. ”

Fragen und Kontakt:

Land Salzburg Mag. Franz Wieser, MBA Chefredakteur und Sprecher des Landes Salzburg +43 662 80 42-2365, +43 664/3943735 redaktion@salzburg.gv.at

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