Großbritannien: Acht Konservative bilden unter ihnen Johnsons Nachfolger

  • Das Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson spitzt sich zu.
  • In einer parteiinternen Abstimmung am Dienstag einigten sich die Konservativen auf acht Namen.
  • Favorit Rishi Sunak steigt an die Spitze auf, während Konkurrent Sajid Javid es nicht in die nächste Runde schaffte.

Wer darf künftig in Downing Street 10 wohnen und die Geschicke Großbritanniens lenken? Ab Dienstagabend (Ortszeit) schlugen Mitglieder der Konservativen Partei acht Namen für die Kandidatur vor.

Der ehemalige Finanzminister Rishi Sunak ist der große Favorit. Auch Außenministerin Liz Truss und Handelsministerin Penny Mordaunt haben gute Chancen. Alle drei erhielten am Dienstag in einer parteiinternen Abstimmung der Konservativen im Parlament von Westminster die erforderlichen 20 Stimmen.

Bildunterschrift: Er ist der große Favorit im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson: Rishi Suank Reuters

Überraschenderweise werden der frühere Gesundheitsminister Boris Johnson und der zunächst sehr beliebte Sajid Javid nicht mit von der Partie sein. Javid hat nicht die erforderliche Stimmenzahl erhalten.

Die Entscheidung soll Anfang September fallen

Die anderen Kandidaten sind: Suella Braverman, Chefrechtsberaterin der Konservativen, Tom Tugendhat, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Finanzminister Nadhim Zahawi, ehemaliger Gesundheitsminister Jeremy Hunt und MP Kemi Badenoch.

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Bildunterschrift: Nadhim Zahawi Nadhim Zahawi (55) ist Finanzminister. «Er hat sich während der Pandemie als Impfminister einen Namen gemacht», sagt SRF-Korrespondent Michael Gerber. „Er ist ein Unternehmer und ein klar rechts außen stehender Politiker, der Sicherheit über alles stellt.“ Laut Zahawi will er das Land beruhigen und die Wirtschaft stabilisieren. Schlussstein

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Bildunterschrift: Jeremy Hunt Auch der ehemalige Gesundheitsminister Jeremy Hunt (55) will laut Telegraph die Körperschaftsteuer senken. Hunt kandidierte 2019 für das Amt des Premierministers und verlor gegen Boris Johnson. Schlussstein

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Bildunterschrift: Rishi Sunak Rishi Sunak (42) ist als Finanzminister zurückgetreten. Bis letztes Jahr galt er als Favorit auf die Nachfolge des jetzigen Ministerpräsidenten. Er gewann Lob für ein Crown-Rettungspaket. Massenarbeitslosigkeit vermied er. Später folgte Kritik: Sunak unterstütze britische Heime nicht genug. Bild Bilder

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Bildunterschrift: Kemi Badenoch Staatssekretärin für Chancengleichheit Kemi Badenoch (42) tritt zurück. Nach Johnsons angekündigtem Rücktritt will sie nur noch für ihre Nachfolge kandidieren. Das kündigte er in einem Gastbeitrag für The Times an. Bild Bilder

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Bildunterschrift: Suella Braverman Suella Braverman (42) ist Justizministerin. Auf Twitter postete er ein Video zu seiner Kandidatur: “Ich bin diesem Land zu Dank verpflichtet und es wäre mir eine Ehre, Ministerpräsident zu werden.” Bild Bilder

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Bildunterschrift: Tom Tugendhat, Tom Tugendhat, 49, ist Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des britischen Unterhauses. Er ist ein ehemaliger Soldat und hat im Irak und in Afghanistan gekämpft. Er gilt als regelmäßiger Kritiker von Johnson. Bild Bilder

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Bildunterschrift: Penny Mordaunt Penny Mordaunt, 49, hat sich als überzeugte Brexit-Befürworterin einen Namen gemacht und ist in der Parteibasis sehr beliebt. Schlussstein

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Bildunterschrift: Liz Truss Die Außenministerin ist die geschätzte Basis der Konservativen Partei und führt regelmäßig Umfragen unter Parteimitgliedern über die Website des Conservative Home durch. Der 46-jährige Truss war zunächst gegen den Brexit, sagte aber, er habe seine Meinung nach dem Referendum 2016 geändert. Schlussstein

Berichten zufolge stand an diesem Abend in der Fraktion noch eine Vorstellungsrunde auf der Tagesordnung.

Am Mittwoch brauchen Kandidaten mindestens 30 Anhänger der Fraktion, um in eine Runde einzuziehen. Eine weitere Abstimmung ist für Donnerstag geplant. Falls mehr als zwei Kandidaten übrig sind, werden nächste Woche neue Runden erwartet. Zwischen den letzten beiden Kandidaten werden die Parteimitglieder in einer zweiten Runde im Spätsommer entscheiden.

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