Das Mittelmeerland erfüllt alle Kriterien. Er wird 2023 Mitglied des Euro.
Wien / Brüssel / Zagreb. Wer in Hvar-Restaurants, Rabac-Strandbars oder Rovinjer Geschäften in Landeswährung Kuna zurückzahlen möchte, sollte diesen Sommer unbedingt einen Kroatien-Urlaub einplanen: Denn das EU-Land führt den Euro am 1. Januar 2023 ein. Nun ist es offiziell, dass die Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) grünes Licht für dieses Projekt gegeben haben. Kroatien, das der Union am 1. Juli 2013 beigetreten ist, erfüllt alle vier Kriterien, um als 20. Mitglied in den begehrten Club der Euro-Staaten aufgenommen zu werden. Das teilten die Brüsseler Behörden am Mittwoch bei der Vorstellung der zweijährigen Fortschrittsberichte der Nicht-Euro-Länder mit.
Zu den vier Kriterien für die wirtschaftliche Konvergenz für den Eintritt in die Eurozone – besser bekannt als Maastricht-Kriterien – gehört die Preisstabilität, die besagt, dass die Inflationsrate für die drei stabilsten Mitgliedstaaten um nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte höher sein sollte von Preisen. Zweitens muss das betreffende Land über „gesunde und tragfähige“ öffentliche Finanzen verfügen, das heißt, es darf kein „übermäßiges Defizit“ aufweisen, ein Problem, das Kroatien in der Vergangenheit ernsthafte Schwierigkeiten bereitet hat.