Gutes Tourdebüt für Misolic, auch Rodionov in Kitz

Damit stehen zwei von insgesamt fünf ÖTV-Spielern im Achtelfinale bei Österreichs größtem Sandplatzturnier. Am Mittwoch tritt Rodionov mit dem an Nummer 3 gesetzten Roberto Bautista Agut (ESP) an, Misolic trifft nun entweder auf Lorenzo Sonego (ITA-9) oder Pablo Andujar (ESP), der seinen Gegner erst am Dienstag kennt.

Die anderen drei heimischen Hoffnungen sind am Dienstag im Einsatz: Dominic Thiem trifft um 19.30 Uhr (Live ServusTV) auf Alexander Schewtschenko (RUS), die Spielzeiten von Sebastian Ofner gegen Richard Gasquet (FRA-10) und Gerald Melzer stehen noch aus behoben von Yannick Hanfmann (GER).

Misolic hat seinen rasanten Aufstieg im ATP-Ranking von Platz 354 bis in die Top 200 seit Jahresbeginn bestätigt. „Ich bin sehr glücklich, besonders hier in Kitzbühel zu Hause vor diesem Publikum. Es ist toll, hier zu spielen“, sagte Misolic, die kroatischer Abstammung ist, am 8. August 2001 in Graz geboren wurde und Rechtshänderin ist. Auf sein Debüt am frühen Morgen gespannt “Das war das beste Gefühl meiner Karriere”, sagte er über seine Eindrücke, als er den Center Court von Kitzbühel betrat.

Misolic begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen. “Ich habe zu meinem Geburtstag einen Tennisschläger bekommen und konnte ihn nicht aus der Hand legen.”

Misolic trainiert in Kroatien mit Ante Andric, aber immer wieder in der Südstadt auch mit ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer, der nicht als Trainer von Misolic bezeichnet werden kann. „Ich muss alles verbessern, aber das Gegenteil ist ziemlich gut. Ich habe heute auch richtig gut aufgeschlagen“, sagte Misolic, dessen Vorbilder früher Andy Murray und dann Dominic Thiem waren. Auch ihn hatte er vor einigen Wochen in Salzburg gekegelt, bevor Thiem seinen ersten Sieg seit seinem Comeback feierte.

Jetzt ist die Top 200 wieder erreicht. Misolic muss sich also neue Ziele setzen: „Das nächste Ziel ist, so schnell wie möglich unter die Top 150 zu kommen.“ Er schaffte schnell den Übergang vom Future-Level zum Challenger, gefolgt vom ersten Challenger-Titel in Zagreb im Mai. “Ich bin ziemlich schnell von Future zu Challenger gewechselt, das war am Anfang nicht einfach. In letzter Zeit habe ich es geschafft, einen Challenger-Titel zu gewinnen, daher ist es viel einfacher, was das Selbstvertrauen betrifft.”

Im Match nahm Misolic zweimal den Aufschlag seines Gegners. Im zweiten führte er nach frühem Break bereits mit 6:2,5:3. “Ich habe das ganze Match dominiert, aber das Schwierigste ist, das Match zu beenden. Ich hatte viele Gedanken im Kopf”, gab Misolic zu. Im Tiebreak stand er schon bei 2:5, drehte aber um und rettete bei Temperaturen um die 33 Grad einen dritten Satz. Nach 1:53 Stunden nutzte Misolic seinen zweiten Matchball.

Rodionovs erster Auftritt verlief noch glatter. Nach seinem dritten Anlauf steht der Niederösterreicher in Gamsstadt erstmals im Achtelfinale. Zuvor war er 2018 und 2019 am Start von Dennis Novak gescheitert. Im Kampf um das Viertelfinale trifft er am Mittwoch auf den an Nummer 3 gesetzten Roberto Bautista Agut (ESP). Rodionov ist aktuell auf Platz 145 der ATP-Rangliste in Österreich.

„Ich bin auf jeden Fall erleichtert, nach so vielen Jahren endlich meinen ersten Sieg in Kitzbühel zu haben“, sagte Rodionov. Er habe “ziemlich gut gespielt”. Der Aufschlag und seine Volley-Leistung stellten ihn zufrieden. “Aber gegen Leute wie Bautista Agut muss einiges besser werden.”

Die Nummer-1-Position Österreichs im ATP-Ranking stört Nürnberg überhaupt nicht. “Ich bin lieber unter den Top 100 als die Nummer eins in Österreich. Wenn jemand vor mir steht, freue ich mich für ihn.”

Verfolgen Sie natürlich auch den Wiederaufstieg von Dominic Thiem und drücken Sie dem ehemaligen US-Open-Sieger die Daumen. „Ich freue mich, wenn es besser wird, weil es generell besser für mich und für das österreichische Tennis ist.“

Die letzten Wochen sind für ihn auf dem Platz nicht so gut gelaufen. “Es ist gut, wieder zu gewinnen. Ich hoffe, ich kann den Schwung in die nächste Runde mitnehmen.”

Rodionov, der seit rund einem Jahr vom Deutschen Richard Waite trainiert wird, wird gegen Bautista Agut ein Außenseiter sein. “Baptista auf Sand wird sich nicht wohlfühlen, sicher werde ich viel leiden, aber ich werde bereit sein.”

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