von. – 25.05.2022 09:02 (25.05.2022 18:13)
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) verteidigte am Mittwoch Wiens besonderen Fokus auf die Kronen-Maskenpflicht. © APA/HANS PUNZ
Am Mittwoch argumentierte Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), dass die Masken ab Juni in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien verbleiben.
Er kritisierte am Mittwoch im Ö1-“Morgenjournal” die Bundesregierung wegen fehlender Kontinuität: Zunächst sollte die Regelung bis zum 8. Juli durchgesetzt werden. Aber laut Hacker „kommst du fast nie zweimal zurück und es gibt eine andere Entscheidung; um ehrlich zu sein, ich verstehe es nicht.“
Ratsherr Hacker verteidigt die Sonderstrecke der Wiener Kronenmaske
Dass Wien immer eigene Wege gehe, sei eine “rein inhaltliche Frage” und keine politische, sagt Hacker. Dass die Pandemie vorbei ist, ist eine falsche Botschaft. Er versteht auch nicht, warum Tests in Schulen eingestellt werden. Überrascht zeigte sich der Stadtrat von der Entscheidung der Bundesregierung, auch die Maskenpflicht im ÖPNV auszusetzen. Es sei “eine Überraschung hierzulande, dass es nicht einmal möglich ist, zum Telefonhörer zu greifen und miteinander zu reden”, kritisierte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).
Wer die Impfpflicht nicht kennt, hält Hacker für einen Irrtum
Auch die zusätzliche Aussetzung der Impfpflicht hält Hacker “grundsätzlich” für einen Fehler, denn wenn man sich bereits dafür entschieden habe, solle man sie bekommen, alles andere sei “unlogisch”. Christiane Druml, Vorsitzende der Bioethikkommission, sprach sich im „Morgenjournal“ erneut für eine Impfpflicht in bestimmten Bereichen aus, etwa im Gesundheitswesen und bei Menschen über 60 Jahren.
Rauch: Das Maskieren öffentlicher Verkehrsmittel war ein Problem für Hacker
Rauch weist Hackers Kritik als “ein bisschen schlecht” zurück. „Über all diese Fragen habe ich mehrfach mit ihm telefoniert, wir haben uns ausgetauscht und wir haben auch über die Abschaffung der Maske im öffentlichen Nahverkehr gesprochen“, sagte der Gesundheitsminister einem Vorbericht zufolge am Mittwochabend im „Pulse 24“. “. . Er wirft dem Wiener Gemeinderat Parteikalkül vor und verteidigt seine Entscheidung: tat“.
Und der Minister geht auch davon aus, dass eine vierte Impfung nötig ist: „Jetzt wird es so sein, dass diejenigen, die dreimal geimpft wurden, einen anerkannten Schutz oder eine totale Immunität haben werden. Die vierte Impfung ist eine Verstärkung. Diese Menschen müssen es haben, deren dritte.“ Die Impfung war vor einem halben Jahr, damit sie im Winter gut geschützt sind.“
Kickl kritisierte den Wiener Sonderweg für die Kronen-Maskenpflicht
Der Wiener Sonderweg sorgt wiederum für Unmut beim Vorsitzenden der FPÖ-Bundespartei, Herbert Kickl. Am Mittwoch forderte er die Bundesregierung auf, die Bevölkerung von den „Geiseln der Wiener SPÖ-Krone“ zu befreien. Angesichts sinkender Infektionszahlen ist es nicht nachvollziehbar, warum in Wien anders als in anderen Großstädten weiterhin eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr besteht. Die Wiener ÖVP warf Hackern vor, die Wiener Sonderregeln seien „ein reiner Selbstzweck“. Offenbar gehe es der Stadt vor allem darum, gegen die Bundesregierung vorzugehen, so Landesparteiobmann Karl Mahrer, der auch den Widerstand des Koalitionspartners SPÖ NEOS gegen die aktuelle Sonderregelung in Wien hervorhob.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat unterdessen angekündigt, trotz umfangreicher Einkaufs- und Theaterauflagen der Maske „voraussichtlich“ weiterhin eine Maske zu tragen, wie er am Mittwoch im „Standard“ erklärte. Kürzlich sei er zu einem Konzert gegangen, bei dem fast alle freiwillig eine Maske getragen hätten, sagte er gegenüber „Österreich“. “In diesen Situationen werde ich weiterhin eine Maske tragen.”