Hackerangriff in Kärnten: Darknet-Scouts haben zugehört

Die schwarze Katze wird Kärnten nicht aus ihren Fängen lassen: Nachdem am Freitag bekannt wurde, dass die Gruppe international tätiger Hacker offenbar auch sensible Daten entwendet und Teile davon veröffentlicht hatte, stellte sich am Samstag heraus, dass es auch Späher aus der Dunkelheit gab . Website bei offiziellen Online-Presseterminen. Zwei von insgesamt 33 Zuhörern, die sich am Freitag einloggten, wurden von Technikern der Staatsverwaltung in dem Teil des Internets verfolgt, der nur mit einer speziellen Software zugänglich ist.

Seltsam, aber das kleinste Problem der Kärntner: Knapp zwei Wochen nach dem ersten Hackerangriff – am 24. Mai wurden alle Computer- und Bezirksämter des Landes abgeschaltet – ist das Computersystem noch nicht vollständig zurückgekehrt. E-Mails und Anträge des Bundes, wie etwa die Passausstellung, laufen wieder, die Homepage ist aber noch offline.

Darüber hinaus begannen Hacker, Computersysteme mit gezielten elektronischen Anfragen zu bombardieren, um sie zu deaktivieren. Nach Angaben des staatlichen Pressedienstes wurde dies abgelehnt. Offenbar konnte jedoch nicht verhindert werden, dass etwa fünf Gigabyte an Daten – darunter auch personenbezogene Daten – in das Netz gelangen. Insgesamt sollen 250 Gigabyte aus Kärntens Systemen extrahiert worden sein.

„Cyberkriminelle wollen den Druck auf das Land weiter erhöhen, indem sie Datenbestandteile veröffentlichen und uns zur Zahlung eines Lösegelds erpressen“, sagte Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Samstag. “Aber wir werden uns nicht von Kriminellen erpressen lassen.”

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