Handball: Mit polnischem Meister Kielce: Torhüter Wolff im Champions-League-Finale

Der erste Finalist des 4er-Handball-Champions-League-Finales steht fest. Der beste Verein Polens, Lomza Vive Kielce, gewann in Köln vor knapp 20.000 Zuschauern in einem hochklassigen Spiel gegen den Telekom Veszprém HC – 37:35 (16:18).

Kielce trifft am Sonntag (18.00 Uhr/DAZN) (ab Samstag 18.00 Uhr/DAZN) auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen dem THW Kiel und dem FC Barcelona. Der ungarische Vertreter Veszprém spielt am Sonntag ab 15.15 Uhr um den dritten Platz.

Andreas Wolff war ratlos bei dieser Veröffentlichung von Gasper MargucFoto: FABIAN BIMMER / REUTERS

Ein großer Erfolg ist der Sieg mit Kielce des deutschen Torwarts Andreas Wolff (31), der in der zweiten Halbzeit eine sehr starke Leistung zeigte. Seine Gesamtbilanz: 9 von 38 Schüssen wurden gestoppt (23,68 Prozent).

Wolff spielt seit 2019 für den polnischen Meister. Geboren wurde der Nationalspieler in Euskirchen, knapp 50 Kilometer von Köln entfernt. Jetzt gewinnt er in seinem Heimatland die Handball-Europameisterschaft.

“Das ist großartig. Davon habe ich als Kind geträumt. Ich bin froh, dass ich mir diesen Traum erfüllt habe, und natürlich hoffe ich, am Sonntag die Champions League zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben die Jungs eine unglaubliche Wurfeffizienz gezeigt. “, sagte Wolf erfreut.

Die Ungarn sahen im ersten Durchgang fast fertig für das Finale aus und führten nach 28 Minuten mit 17:14. Pech für Veszprém: Das vermeintliche 19:16 wurde per Videotest dementiert, doch das Tor fiel Sekundenbruchteile nach dem Schlusspfiff der ersten Halbzeit.

Die Kielce steigerten die Hitze nach der Pause und glichen schnell zum 18:18 aus. Wichtig für die Polen war, dass Torhüter Wolff einen Elfmeter von dieser Anzeigetafel parierte: Es war der Eröffnungsschuss von Kielces Offensivserie, die in der 45. Minute 40 Sekunden mit 28:24 zu spät stand. Die Kielce-Spieler feierten mit ihren 3.000 Fans den Einzug ins Finale.

Kielce-Kapitän Alex Dujshebaev sagte nach dem Spiel: „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut. Wir haben der Umkleidekabine gesagt, dass unsere Zeit kommen würde, und die Zeit war gekommen. Wir sind sehr glücklich. Die Atmosphäre war wunderbar.“

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