Haslauers fortgesetztes Fest

Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist die ÖVP in Salzburg stabil. Das liegt vor allem am beliebten Gouverneur. Einige haben jedoch bereits eine Zunahme des Sebastian-Kurz-Syndroms beobachtet.

Damit schließt sich der Kreis in Salzburg. Am Freitagabend wird im Großen Festspielhaus „Aida“ in der düsteren und eindringlichen Inszenierung der Filmemacherin Shirin Neshat aufgeführt. Am Samstagabend erklingt im Wals-Siezenheim-Stadion beim 2:0-Sieg von Red Bull Salzburg gegen Austria Klagenfurt gleich zweimal der „Triumphmarsch“ aus der Oper von Giuseppe Verdi. Es ist seit Jahren die Torhymne des Fußballvereins.

Es ist Festspielzeit in Salzburg. Und für Landeshauptmann Wilfried Haslauer könnte das Fest verlängert werden. Während die ÖVP anderswo in der Krise steckt, ist sie in Salzburg relativ stabil. Selbst politische Gegner räumen ein, dass Haslauer ein brillanter Rhetoriker und ein geschickter und strukturierter Stratege ist. Und jetzt, sagt einer von ihnen, sei der einst als elitär und unnahbar geltende Wilfried Haslauer sogar ein wahrer Volksstatthalter geworden. Und er hat auch einen guten Witz, aber nicht jeder versteht ihn immer. Wie mit seinem Spruch: “Virologen würden es vorziehen, wenn jeder Einzelne in einen Raum gesperrt würde.”

Dies waren die letzten kritischen Momente für Wilfried Haslauer.

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