Veröffentlicht am 7. November 2022, 04:00 Uhr
Wut auf Klimaaktivisten: „Wir bekommen jeden Tag Hassbriefe und Drohungen mit Straßensperren“
Klimaaktivisten blockieren Straßen und stören Verkehrsteilnehmer. Nach einem Vorfall in Deutschland steigt die Wut in der Bevölkerung.
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Mit den Aktionen fordern die Unterstützer von Renovate Switzerland den Bundesrat auf, geeignete Massnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.
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Konkret fordert die Klimakampagne, dass die Gesellschaft für die Sanierung thermischer Gebäude mobilisiert und 100.000 Menschen für diese Arbeit ausgebildet werden.
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Sechs Personen blockierten im Oktober die Lothringenbrücke in Bern.
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In den sozialen Medien kursieren Videos darüber, wie man gegen Klimaaktivisten vorgeht.
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Die wachsende Wut spüren auch die Unterstützer von Renovate Switzerland.
Die Bergung eines schwerverletzten Radfahrers in Deutschland verzögerte sich zuletzt wegen einer Klimablockade der „letzten Generation“. Die Frau starb später im Krankenhaus. Obwohl Medienberichte darauf hindeuten, dass der Lockdown keine Auswirkungen auf die Notfallversorgung hatte, wächst die Wut in der Öffentlichkeit.
In den sozialen Medien kursieren derzeit Videos darüber, wie man gegen Klimaaktivisten vorgehen kann. Die Rede ist von Abführmitteln für Aktivisten, die auf dem Asphalt kleben, Salzsäure und einer großen Schneeschaufel am Auto, um die Teilnehmer von der Straße zu „stoßen“.
In einem Video wird sogar ein Brotmesser empfohlen, um die „festsitzenden Äste“ zu entfernen. Auch Videos von verärgerten Autofahrern, die Aktivisten von der Straße zerren oder wegschieben, werden häufig geteilt, mit Kommentaren wie „Gut gemacht“ und „Sie haben es nicht anders verdient“.
Die wachsende Wut spüren auch Aktivisten von Renovate Switzerland. „Wir erhalten jeden Tag Hassmails und Drohungen“, sagte Sprecherin Cecile Bessire gegenüber 20 Minuten.
„Wir sind nicht hier, um geliebt zu werden“
Seit Wochen sperrt die Klimaorganisation regelmässig Strassen in der Schweiz und stört Verkehrsteilnehmer. „Wir sind nicht hier, um geliebt zu werden. Wir sind uns bewusst, dass Handlungen störend sind“, sagt Bessire. Sie möchten keine Bedrohungen melden.
Sie möchten auch die Straßensperrungen nicht verpassen. Dass die Stimmung umschlagen könnte, sei nicht zu befürchten: „Dazu sind wir bereit. Während der Aufführungen sind immer mindestens zwei Personen anwesend, die sich mit Sicherheit befassen und darin geschult sind, mögliche Gewaltsituationen zu deeskalieren.
Bessire versichert aber auch: „Zu Beginn jeder Aufführung ruft eine Person die Rettungsdienste an und teilt ihnen mit, dass die Straße gesperrt ist. Außerdem besteht immer die Möglichkeit, den Block zu öffnen, um die Autos passieren zu lassen, da nicht alle Teilnehmer stecken bleiben.“
Mit den Aktionen fordern Unterstützer den Bundesrat auf, geeignete Massnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Konkret fordert die Klimakampagne, dass die Gesellschaft für die Sanierung thermischer Gebäude mobilisiert und 100.000 Menschen für diese Arbeit ausgebildet werden.
Sind Sie oder jemand, den Sie kennen, von sexueller, häuslicher, psychischer oder sonstiger Gewalt betroffen?
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Beratung zu sexueller Gewalt an Frauen
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwuschehalt, Unterstände für Männer
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Angebotene Hand, Anliegen Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Kinder- und Jugendberatung, Tel. 147
Beratungsstellen für gewalttätige Menschen
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