YouGov-Umfrage aus Deutschland
Für die meisten Deutschen ist „Heimat“ positiv besetzt
Stand: 07:34 | Lesezeit: 2 Minuten
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Laut einer Umfrage haben acht von zehn Deutschen ein positives Gefühl, zu Hause zu sein. Viele Menschen verbinden diesen Begriff mit dem Ort ihrer Kindheit. Familie ist auch sehr wichtig. Hinsichtlich nationaler und traditioneller Aspekte besteht eine Diskrepanz zwischen den Altersgruppen.
Bei den meisten Menschen in Deutschland weckt der Begriff „Heimat“ positive Assoziationen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von WELT AM SONNTAG. Kürzlich hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) eine Debatte darüber angestoßen und forderte auf Twitter, der Begriff „Heimat“ solle „positiv neu interpretiert“ werden.
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Demnach haben acht von zehn Menschen in Deutschland positive Assoziationen, wenn sie an das Thema denken (81 Prozent „eher positiv“ und „sehr positiv“). Der Maximalwert in Altersgruppen liegt bei 84 Prozent, er wird sowohl bei Menschen zwischen 50 und 59 Jahren als auch bei Menschen über 70 Jahren erreicht. Auch bei den jüngsten Befragten im Alter von 18 bis 29 Jahren überwiegt das Positive deutlich (74 Prozent). .
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Gefragt wurde auch, was die Menschen mit dem Begriff Heimat verbinden. Wie die aktuelle Umfrage zeigt, betrifft die Frage nach dem Sinn des Zuhauses eine sehr individuelle Wahrnehmung und kann daher sehr unterschiedlich beantwortet werden. Die Frage war: Was verbinden Sie persönlich mit dem Begriff Heimat? In einem Katalog von sieben Antwortmöglichkeiten konnten die Teilnehmer bis zu drei Online-Umfragen punkten, 2029 ergab ein repräsentatives Ergebnis.
Quelle: WELT Infografik
Quelle: WELT Infografik
Zwei Lieblingsvorstellungen vom Zuhause tauchen auf: Für 46 % der Befragten sind sie hier aufgewachsen. Fast ebenso häufig wird die Familie genannt (45 %). Danach klafft eine große Lücke zwischen den fast gleichberechtigten Aspekten Deutschlands (29 %), dem aktuellen Wohnort (26 %) und Kultur und Tradition allgemein (25 %).
Die Befragten in Ost- und Westdeutschland haben fast keine unterschiedlichen Meinungen. Ein Vergleich zwischen Bewohnern von Städten, Vororten und ländlichen Gebieten zeigt, dass letztere etwas stärker mit ihrem Wohnort verbunden sind (33 %).
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Es zeigt sich auch, dass sich ältere Menschen eher auf die Nation, also Deutschland, als Heimat fokussieren (über 70 Jahre: 39 %). Bei der Festlegung von Parteipräferenzen gilt dies auch für Wähler in Unionsparteien (40 %).
Die Ergebnisse beinhalten auch die Antworten einer, wenn auch sehr kleinen, Gruppe von 109 Personen, die nicht in Deutschland geboren wurden. Das Zuhause ist für sie überwiegend die Familie (36 %), gefolgt vom Ort der Kindheit (35 %). 17 Prozent wählten ebenfalls die Antwort „Deutschland“.
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