Gas für Slowenien wird normalerweise im Speicher der OMV (Gas Storage Tallesbrunn & Schönkirchen / Reyersdorf) gespeichert. OMV macht jedoch keine Angaben zu diesen Beträgen. Klimaministerin Eleonore Gewessler weiß genau, wie viel von E-Control für Österreich zur Verfügung steht, gibt diese Information aber nicht weiter und kritisiert Doppelbauer wegen „völliger Intransparenz“.
Nur 12,5 Terawatt pro Stunde (TWh) sind mehr, als die Voest in einem Jahr verbraucht. Oder mehr als die Hälfte des Verbrauchs privater Haushalte, schätzt Doppelbauer.
Der Speicher von Gazprom in Haidach, den Gewessler per Gesetzesänderung in Österreich zugänglich machen will, ist nicht im Budget enthalten und bekanntlich nicht an das österreichische Netz angeschlossen.
In einer am Mittwoch vorzulegenden parlamentarischen Anfrage wollen die Neos für Gewessler auch wissen, ob auf das für nicht-österreichische Kunden gespeicherte Gas im Falle des Energiemanagements zugegriffen werden kann. Doppelbauer: „Was sind die Rechtsgrundlagen und Mechanismen zur Begrenzung der Entschädigung?“
Ob die OMV inzwischen Kapazitäten gebucht hat und wie viel Gas aus Norwegen reserviert werden könnte, ist noch nicht bekannt. Bisher wurden die Mengen norwegischer Gasfelder, an denen OMV beteiligt ist, in Deutschland verkauft. Hier sind Lieferungen mit deutschen Kunden. Doch während Deutschland seine Abhängigkeit von Russland bereits massiv reduzieren könne, “passiert sich in Österreich nichts”.
Wann der Ziel-Gesamtfüllgrad von 80 Prozent der an das österreichische Netz angeschlossenen Speicher noch vor dem Winter erreicht sein wird, wollen die Neos von der Grünen-Ministerin wissen. Und wie viel stammt aus russischen Quellen? Konkrete Alternativpläne für einen abrupten und vollständigen Lieferstopp sind noch nicht bekannt, da Fehler kompensiert werden können.