Hertha BSC
Gegenbauer tritt als Präsident von Hertha BSC zurück
Aktualisiert: 24.05.2022, 18:31 | Lesezeit: 2 Minuten
Einem Bericht zufolge will Werner Gegenbauer bei der Hertha-Mitgliederversammlung nicht noch einmal als Präsident kandidieren.
Foto: Bild
Werner Gegenbauer tritt als Hertha-Präsident zurück. Der Klub hatte diese Informationen zuvor dementiert.
Berlin. Werner Gegenbauer tritt als Präsident von Hertha BSC zurück. Das wurde am Dienstagnachmittag bekannt, Hertha gab eine Erklärung ab. Er sagt: „Heute habe ich meinen Rücktritt als Vorsitzender von Hertha BSC im Präsidium erklärt. Ich habe auch den Aufsichtsrat um seinen Vorsitzenden Dr. Torsten-Jörn Klein und die Geschäftsführung der Hertha BSC GmbH und Co. KG über meine Entscheidung informiert.
Ich bin dankbar und stolz darauf, dass ich 14 Jahre lang als Präsident unserer großartigen Vereinigung fungieren konnte. Es war mir immer eine Ehre, dem Verein und seinen Mitgliedern zu dienen.”
Zuvor hatte die “Wirtschaftswoche” berichtet. Bei der Mitgliederversammlung am 29. Mai wolle er nicht mehr antreten, hieß es. Als Grund werden Streitigkeiten mit Hertha-Investor Lars Windhorst genannt. Gegenbauer widersprach seiner Aussage: „Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass die aktuellen Meinungsverschiedenheiten mit unserem Investor bei meiner Entscheidung keine Rolle gespielt haben. Diese Auseinandersetzung war nie persönlich. Es ist eine Kontroverse zwischen Hertha BSC und der Tennor Holding.“
Immer Hertha-Newsletter
Fordern Sie hier den Hertha BSC Weekly Newsletter an
Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic hatte am frühen Nachmittag in einer Gesprächsrunde Berichte über den Rücktritt dementiert und erklärt, er bedauere die Gerüchte. Nach dem Verbleib im Abstiegsduell gegen den Hamburger SV hatte er noch nicht mit Gegenbauer gesprochen, aber Nachrichten geschrieben. “Er ist gerade unser Präsident”, sagte Bobic.
Gegenbauers Rückzug hatte sich in den vergangenen Wochen angedeutet. Zuletzt hatte er nicht nur wegen der sportlich enttäuschenden Saison deutlich an Rückhalt verloren.
Bei der Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag wird kein neuer Hertha-Präsident gewählt. Dazu bedarf es einer außerordentlichen Versammlung, die voraussichtlich in vier oder acht Wochen stattfinden wird.
Auch Finanzvorstand Ingo Schiller wird Hertha verlassen. Die Auflösung erfolgt „im besten gegenseitigen Einvernehmen“, so der Verband. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet. Ingo Schiller ist seit 1998 Vorstandsvorsitzender von Hertha BSC. Bobic findet den am 31. Oktober verkündeten Abschied “peinlich”.
Die Hertha hatte am Montagabend das Rückspiel der Abstiegsrunde gegen den Hamburger SV mit 2:0 gewonnen und sich halten können. Felix Magath gab an diesem Abend seinen Abgang als Trainer der Berliner bekannt.