Die Plattform „FinanzOnline“ wird relauncht. An einem neuen Design für die Website wird derzeit gearbeitet.
Nach Angaben des Ministeriums nutzen mehr als 5,6 Millionen Menschen „FinanzOnline“. Es ist das wichtigste E-Government-Portal für die Finanzverwaltung und steht ganztägig kostenlos zur Verfügung. Steuererklärungen und andere Anträge können jederzeit bequem von zu Hause aus gestellt werden.
Heute greifen viele Österreicher aufgrund staatlicher Geldprämien auf das Portal zu. Die Anpassung der Lebenshaltungskosten in Höhe von 300 Euro beispielsweise für Mindestrentner, Arbeitslose oder Stipendienempfänger muss über „FinanzOnline“ gezahlt werden, ebenso wie der Familienbonus oder Klimabonus.
Einsendeschluss ist der 15. Juli
Das Finanzministerium hat in den vergangenen Wochen bestehende Nutzer kontaktiert, um alle Daten des Girokontos zu erheben. So müssen die vereinbarten Inflationsschutzmaßnahmen schnell und unbürokratisch bezahlt werden. Eine erste Deadline gibt es bereits am 15. Juli 2022. Bis dahin sollten Österreicher ihren Zugang zu FinanzOnline aktualisieren.
Nach Angaben des Finanzministeriums wurden auf diese Weise 5,5 Millionen Nutzer kontaktiert. Wie “Heute” bereits verraten hat, gibt es noch immer keine Bankdaten von rund drei Millionen Klimabonusberechtigten. Stattdessen sollen sie dann pro Einschreiben einen Gutschein über 500 Euro erhalten, der bei Banken und Geschäften eingelöst werden kann.
Ab dem 5. Mai benötigt “FinanzOnline” keine Teilnehmer-ID, Benutzer-ID und PIN mehr zur Anmeldung. Stattdessen müssen eine „Subscriber ID“ (TID) und eine „User ID“ (BENID) eingetragen werden. Ein neues Website-Design und einige zusätzliche Funktionen sollten nun gegeben sein.
Das Finanzministerium arbeitet an einer Neugestaltung der Online-Bewerbung für Unternehmer, wie das Bundesministerium in einer Aussendung mitteilte. Erste Ergebnisse wurden am Dienstag bei einer Veranstaltung im Beisein von Digital-Staatssekretär Florian Tursky (ÖVP) vorgestellt. Bis 2024 soll es online sein.
Neue Funktion
„Der gesamte Vorgang – vom Eingang der Erklärung über ein online auszufüllendes Formular bis hin zur Meldung und Zustellung – wird elektronisch abgewickelt. Der aktuelle Stand der Bearbeitung und vom Arbeitgeber übermittelte Lohnabrechnungen, die für die Meldung erforderlich sind, können eingesehen werden in der Steuerakte. Dabei steht auch das gesamte Steuerkonto zur Einsicht zur Verfügung. Seit 2003 wurden bei FinanzOnline bereits 250 Millionen Erklärungen und Anträge eingereicht.“
Seit September 2020 ist die „FinanzOnline[+]-App“ verfügbar. Die Zielgruppe umfasst Privatpersonen, Arbeitnehmer und Rentner.
Steuerliche Aufwendungen wie Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen lassen sich einfach, elektronisch und effizient erfassen. Sie können aus einer Vielzahl unterschiedlicher Erkennungskategorien wählen. Diese sind mit einer Stichwortsuche verknüpft, damit Nutzer schnellstmöglich die richtige Kategorie für ihren Dokumenteneintrag finden.
Neuerungen wurden auch beim „Cold Chatbot“ eingeführt. Künftig sollen Sie nicht nur schriftliche Fragen beantworten können, sondern auch Spracheingaben von Nutzern beantworten können.
„Mein Grundsatz ist es, die Verwaltung durch Digitalisierung und E-Government zu vereinfachen. Mir ist es wichtig, Menschen zu begeistern und einzubeziehen und die Verwaltung dahin zu bringen, wo die Menschen sind. Bis 2024 sollen fast alle Verwaltungsvorgänge auch digital möglich sein“, sagt Staatssekretär Florian Türkei.
Nav-Red Account Zeit13.07.2022, 12:02 | Akt: 13.07.2022, 16:15